Science
09/22/2016

Nokia schafft mit neuer Übertragungstechnik ein Terabit/s

Mit einem neuen Ansatz in Sachen Transfertechnologie ist es Forschern gelungen, die Leistungsfähigkeit von Glasfasernetzen deutlich zu erhöhen.

Mit der neuen Transfertechnologie, die von Forschern der Nokia Bell Labs, der Deutschen Telekom und der Technischen Universität München entwickelt wurde, sollen Geschwindigkeiten von einem Terabit pro Sekunde erreicht werden, berichtet ZDNet. Damit könnte etwa die gesamte „Game of Thrones“-Serie in etwas mehr als einer Sekunde heruntergeladen werden.

Möglich wird dies durch einen Probabilistic Constellation Shaping (PCS) genannten Ansatz, bei dem Übertragungsraten in Glasfasernetzen dynamisch an den Datenverkehr angepasst werden. PCS modifiziere die Wahrscheinlichkeit, mit der Konstellationspunkte, sozusagen das Alphabet für Übertragungen, genutzt werden, heißt in einer Aussendung der TU München. PCS setze gezielt Konstellationspunkte mit großer Amplitude mit geringerer Häufigkeit ein und nutze verstärkt. Punkte mit kleinerer Amplitude, die weniger anfällig für Störungen seien. Damit könne die Übertragungsrate für den jeweilgen Übertragungskanal optimiert werden. Bei einem Feldtest Anfang der Woche bei der European Conference on Optical Communication (ECOC) in Düsselsdorf wurde der neue Ansatz demonstriert.