Science
15.03.2011

Österreichs Strahlenwerte online abrufbar

Die Lage rund um die durch die Erdbeben beschädigten japanischen Atomkraftwerke Fukushima I und II ist weiter dramatisch. Nach einer Explosion von Teilen des Reaktorgebäudes kann ein radioaktiver Austritt trotz Dementi der Betreibergesellschaft nicht ausgeschlossen werden. Für Österreich und Europa geben Experten Entwarnung.

Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) berechnet hat, sollte Europa keine Gefahr durch eine mögliche radioaktive Wolke aus Japan drohen. Auch Japan könnte laut der von der ZAMG erstellten Wettersimulation davon profitieren, dass der Wind die Wolke zumindest bis inklusive Montag nach Nordosten aufs offene Meer treibt. Aufgrund der hohen Niederschläge in der Pazifikregion würde die Radioaktivität hauptsächlich im Ozean landen, dort allerdings Meeresfauna und –flora treffen, so ein ZAMG-Sprecher auf Anfrage der apa.

Frühwarnsysteme online
In Österreich sind die Strahlenwerte in Echtzeit auf der Homepage des Lebensministeriums online abrufbar. Dabei handelt es sich um das sogenannte Strahlenfrühwarnsystem, das seit 30 Jahren existiert und aus über 335 Stationen besteht. Online sind über 100 Stationen aufgelistet, die mittels Farbmarkierung auf die aktuellen Messwerte hinweisen. Regional schwankende Werte sind aufgrund des natürlich auftretenden Strahlungshintergrundes normal. Die Werte werden automatisch aktualisiert und weisen derzeit keine Auffälligkeiten auf.

Auch in Deutschland und in der Schweiz sind die aktuellen Messdaten online abrufbar. Eine Übersicht über die 1800 Messsonden in Deutschland findet sich hier. Das Schweizer Pendant zur österreichischen Webseite mit dem Überblick über die Tagesmittelwerte ist auf der Webseite der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) abrufbar.

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