Science
25.02.2015

Russland will 2024 mit ISS-Teilen eigene Raumstation bauen

Die russischen Teile der ISS sollen Grundlage einer neuen, ab 2024 gebauten, russischen Raumstation sein. Die ISS wird damit vier Jahre länger als geplant bestehen.

Russland will 2024 als Partner bei der Internationalen Raumstation ISS aussteigen und einen eigenen Außenposten im Weltall aufbauen. Das beschloss ein Beirat der Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau. Grundlage der neuen Station sollen die russischen Teile der ISS sein, die dazu vom Labor abgekoppelt werden müssten, teilte Roskosmos mit.

Die Behörde änderte damit auch einen früheren Beschluss, bereits 2020 bei der ISS auszusteigen. Die europäische Raumfahrtagentur ESA begrüßte diese Verlängerung von vier Jahren. Der Schritt verleihe dem Projekt Planungssicherheit, sagte ein Mitarbeiter am Mittwoch der Agentur Ria Nowosti. Die ISS wird seit 1998 von Russland, den USA, Europa und weiteren Partnern betrieben.