Das Universum dehnt sich möglicherweise schneller aus als gedacht. Die Gründe dafür sind noch nicht bekannt

© EPA/NASA/ESA

Physik
01/31/2017

Universum könnte laut neuer Studie ein Hologramm sein

Wäre das Universum ein Hologramm, könnten Lücken zwischen bestehenden Theorien geschlossen werden, besagt eine neue internationale Studie.

Die Hologramm-Theorie könnte als eine Art Rosetta-Stein zwischen bestehenden Modellen zum Aufbau und der Entstehung des Universums dienen, behauptet ein internationales Forscherteam. Physiker der Universität von Waterloo (Kanada), der Universität von Southampton (Großbritannien), INFN Lecce (Italien) und der Universität von Salento (Italien) kommen zu diesem Schluss.

"Wir schlagen vor, dieses Modell eine holografischen Universums zu verwenden, das ein ganz anderes Urknall-Modell ist, als jenes allgemein akzeptierte, das auf Schwerkraft und Ausdehnung beruht", sagt Niayesh Afshordi von der Universität von Waterloo, der leitende Autor der neuen Studie. Das Universum als Hologramm könnte eine Reihe von Lücken schließen, die Physiker derzeit schwer beschäftigen.

Wie auf einer Kreditkarte

Einen Beweis für ihre Darstellung, das Universum könnte eine holografische Projektion sein, scheinen die Forscher in der kosmischen Hintergrundstrahlung entdeckt zu haben, wie PhysOrg berichtet. Ihre Theorie besagt, dass alles, was unsere dreidimensionale Realität ausmacht, eigentlich in einer zweidimensionalen Umgebung gespeichert ist.

Kostas Skenderis von der Universität von Southampton versucht dies so zu erklären: "Stellen Sie sich vor, dass alles, was Sie in drei Dimensionen sehen, fühlen und hören eigentlich von einem zweidimensionalen Feld ausgeht. Die Idee ist ähnlich jener von gewöhnlichen Hologrammen, wo ein dreidimensionales Bild auf einer zweidimensionalen Oberfläche codiert ist, so wie das Hologramm auf einer Kreditkarte. Diesmal jedoch ist das ganze Universum codiert."

Die Studie wurde im Fachjournal Physical Review Letters veröffentlicht.