CUBA-SPACE-METEORITE

© APA/AFP/TelePinar/FATIMA RIVERO / FATIMA RIVERO

Science
04/23/2020

Von Meteorit getötet: Forscher finden ältesten Nachweis

Im heutigen Irak wurde vor über 130 Jahren ein Mann durch einen Meteoriten erschlagen, ein weiterer blieb gelähmt zurück.

Die Wahrscheinlichkeit von einem Meteoriten getroffen zu werden, ist laut wissenschaftlichen Berechnungen theoretisch größer, als von einem Blitz getroffen zu werden. 84.000 Meteoriten schlagen jährlich auf der Erde ein. Dennoch gab es lange keinen dokumentierten Fall eines Meteoritentreffers, bei dem ein Mensch starb. Nun haben türkische Forscher die bislang früheste Aufzeichnung zu einem tödlichen Meteoriteneinschlag entdeckt.

Steinregen

Im türkischen Nationalarchiv haben sie ein Protokoll entdeckt, das zur Zeit des ottomanischen Reiches angelegt wurde. Es beschreibt, wie es am 22. August 1888 in Sulaimaniyya - einer Stadt im heutigen Irak, in der autonomen Region Kurdistan - zu einem Meteoritenschauer kam. Ein Himmelskörper explodierte in der Erdatmosphäre. Die zu Boden fallenden Bruchstücke trafen einen Mann und töteten ihn, während ein weiterer Mann so schwer verletzt wurde, dass er eine Lähmung davontrug.

Laut dem Science Magazine richtete der Meteoritenschauer schwere Schäden auf Feldern an. Dem Originaldokument, der den Vorfall protokollierte, wurde ein aufgefundenes Bruchstück des Meteoriten beigefügt. Im türkischen Nationalarchiv konnte dieses aber bisher nicht aufgefunden werden.

Fall in Indien 2016

Der erste dokumentierte fatale Meteoritentreffer der Gegenwart fand am 6. Februar 2016 im indischen Tiruchirappalli statt. Ein Busfahrer wurde dabei auf einem Fußmarsch von Bruchstücken eines Meteoriten getötet, der unmittelbar neben ihm einschlug.

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