Science
31.05.2017

Weltraumschrott gefährdet Satelliten und Volkswirtschaften

"Wir sind nahe daran, in den kommenden fünf bis zehn Jahren alles zu verlieren", so der Leiter des Australischen Zentrums für Raumfahrtumweltforschung.

Durch die zunehmende Menge an Weltraumschrott gerät nicht nur die Raumfahrt in Gefahr, katastrophale Kollisionen mit Satelliten bedrohen ganze Volkswirtschaften. Davor warnten am Mittwoch Teilnehmer einer zweitägigen Konferenz zum Thema im australischen Canberra. Geschätzt 170 Millionen Trümmerteile rasen mit Geschwindigkeiten von teilweise mehr als 27.000 Stundenkilometern durch den Weltraum.

"Wir verlieren jetzt jedes Jahr drei bis vier Satelliten wegen Kollisionen im All. Schätzungen der US-Raumfahrtbehörde NASA zufolge sind wir nahe daran, in den kommenden fünf bis zehn Jahren alles zu verlieren", sagte Ben Greene, der Leiter des Australischen Zentrums für Raumfahrtumweltforschung.

Einsammeln und Verhindern

Auf der Konferenz soll über Möglichkeiten debattiert werden, wie die Entstehung von Weltraummüll von Anfang an verhindert werden kann. Außerdem geht es um Technologien, mit denen die für Satelliten gefährlichen Trümmer unschädlich gemacht werden können. Greene zufolge ist beispielsweise ein Programm zu drei Vierteln fertig, Weltraummüll von der Erde aus mit Hochleistungslasern zu beschießen und damit die Trümmer "ein bisschen herumzuschubsen". Die Größe der Trümmerteile reicht von millimetergroßen Lackflöckchen bis hin zu ausgedienten Raketenstufen.