Science
05.07.2015

Wie man mit dem Raspberry Pi den perfekten Grill baut

Sommerzeit, Grillzeit. Das dachten sich auch 16 Harvard-Studierende und erfanden den perfekten Räucherofen mit Sensoren, Ventilatoren, App sowie dem Raspberry Pi.

Grillen ist eine Wissenschaft für sich. Wenn es dann noch darum geht, das Fleisch nicht nur richtig durch werden zu lassen, sondern auch perfekt zu räuchern, ist genügend Geld für einen teuren Grillofen oder Erfindungsreichtum notwendig. Studierende der Harvard University entschieden sich im Rahmen eines Uniprojekts für zweiteres und bauten einen entsprechenden geschlossenen Grill mit Temperatursensoren, Ventilatoren und App-Steuerung. Die Rechenleistung übernimmt ein angeschlossener Raspberry Pi Minicomputer, wie Wired berichtet.

AKW-Form als Inspiration

Herausgekommen ist ein 150-Kilogramm schwerer Ofenkoloss, der die Form und auch das Aussehen eines kleinen Atomkraftwerks hat. Die Befüllung mit dem Kohlenkorb ist anders als bei vielen existierenden Lösungen über eine Luke möglich, der Rost mit dem Fleisch muss nicht entfernt werden. Die schmale Taille des Ofens sorgt dafür, dass die heiße Luft Cyclon-artig, wie die Studierenden schreiben nach oben gewirbelt wird und so für eine gleichmäßige Wärme rund um das Fleisch sorgen. Die Temperaturmessung erfolgt über Sensoren. Automatisch gesteuerte Ventilatoren sorgen für die notwendige Frischluft-Zufuhr.

Über die App sollen Nutzer über die Temperatur im Inneren auf dem Laufenden gehalten, aber auch Schritt für Schritt an die korrekte Bedienung herangeführt werden. Rezepte und Hinweise, welches Fleisch mit welcher Temperatur und wie lange gegrillt oder geräuchert werden muss, runden die App ab. Beim Forschungsprojekt soll es übrigens nicht bleiben. Die Harvard-Studierenden wollen ihren Tech-Grill mithilfe einer Kickstarter-Kampagne kommerzialisieren.