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Start-ups
07/29/2019

Amabrush-Konkurs: Gläubiger verzichten auf Forderungsanmeldung

Nach der Insolvenzeröffnung von Amabrush droht nun vielen Gläubigern der Totalausfall.

Im Konkurs des Zahnbürsten-Start-ups Amabrush droht den Gläubigern ein Totalausfall ihrer Forderungen, wie der Gläubigerschutzverband KSV1870 am Montag berichtet. Am morgigen Dienstag findet am Handelsgericht Wien die Berichts- und Prüfungstagsatzung statt. Bis heute wurden Forderungen in Höhe von rund 800.000 Euro angemeldet.

Forderungen nicht angemeldet

Das Unternehmen sprach im Antrag auf Insolvenzeröffnung von Passiva in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro. Die Erklärung für die große Differenz liegt laut KSV1870 darin, dass die meisten der rund 21.000 Crowdfunder und rund 8.000 Webshop-Käufer offenbar ihre Forderungen aufgrund wirtschaftlicher Aussichtslosigkeit nicht im Insolvenzverfahren angemeldet haben. Die Forderungen würden meist zwischen 100 und 200 Euro liegen.

Amabrush wollte eine innovative elektrische Zahnbürste entwickeln und verkaufen und stellte dazu eine Crowdfunding-Kampagne auf. In einem Webshop konnten Interessenten Vorbestellungen machen. Am Markt konnte jedoch das Produkt nicht erfolgreich platziert werden. Nachdem der ursprünglich in der Insolvenz angestrebte Fortbetrieb mangels Kundennachfrage gescheitert ist, wurde das Unternehmen Ende Juni geschlossen. Der KSV1870 geht davon aus, dass die Gläubiger am Ende des Verfahrens keine Quotenzahlung erhalten werden.