Start-ups
15.05.2018

Grazer Start-up Nextsense für zweistelligen Millionenbetrag gekauft

© Bild: Michael Beck

Es ist der Exit des Jahres: Der Messtechnik-Spezialist Nextsense aus Graz wurde vom schwedischen Milliardenkonzern Hexagon AB übernommen.

Nextsense wurde 2007 mit Unterstützung der Joanneum Research gegründet. Jetzt wurde der global agierende Messtechnik-Spezialist für die Automobil-, Bahn-, Stahl- und Aerospace-Industrie gekauft – und zwar von einem schwedischen Milliardenkonzern. Hexagon AB ist riesig, hat 18.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 3,5 Milliarden Euro.


Aktuell liegt der Mitarbeiterstand bei Nextsense bereits bei 80 Personen und die Exportquote beträgt über 95 Prozent. Das Unternehmen gilt als Technologieführer in den Bereichen der optischen Profilvermessung und Oberflächeninspektion. Hexagon AB hat auch Marken wie Leica oder Leitz in seinem Besitz. Der europäische Käufer konnte sich gegen eine Reihe anderer Interessenten aus China, USA, Japan und Europa durchsetzen und erwarb das Unternehmen schließlich für einen hohen achtstelligen Eurobetrag zu 100 Prozent.

v.l.n.r.: Herbert Gartner (CEO, eQventure), Clemens Gasser (CEO, Nextsense) und Tal Vagman (Director Strategy Development, Hexag… © Bild: Michael Beck

Ergänzung im Bereich Auto, Bahn und Stahl

„Die Spitzentechnologie von Nextsense liefert die notwendigen Analysen für rasche Korrekturmaßnahmen in der Produktion. Nextsense ergänzt damit hervorragend unsere Smart Factory Strategie, die das volle Potenzial von Qualitätsdaten entfesselt“, erläutert Ola Rollén, Präsident und CEO von Hexagon AB in einer Stellungnahme. Das Unternehmen will die Technologie von Nextsense vor allem im Automobilmarkt und den Branchen Bahn und Stahl einsetzen.  Dort würde die Kombination aus Sensoren, Software und Analyse gebraucht.


„Mit Hexagon AB können wir schlagartig auf ein globales Netzwerk zugreifen”, unterstreicht Clemens Gasser, CEO von Nextsense. „Unser Grazer Standort wird dadurch enorm profitieren. Denn gemeinsam schaffen wir neue Arbeitsplätze und ein beschleunigtes globales Wachstum”, so Gasser weiter.