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Start-ups
06/11/2019

Video: Wiener Start-up zeigt mobilen Beton-3D-Drucker

Printstones hat einen Prototyp seines mobilen Beton-3D-Druckers fertiggestellt. Zum Einsatz kommt er unter anderem bei den Wiener Linien.

Das Wiener Start-up Printstones entwickelt 3D-Druck-Verfahren für Beton. Nun hat das junge Unternehmen den Prototyp eines mobilen 3D-Druckers fertiggestellt. In einem auch auf YouTube veröffentlichten Video ist der Beton-3D-Drucker am High Tech Campus im zehnten Wiener Gemeindebezirk in Aktion zu sehen:  

Das 2017 gegründete Spin-off der TU Wien hat sich auf den 3D-Druck von Pflasterungen und Bodenplatten spezialisiert. Bislang wurde im Labor und Indoor getestet, mit dem mobilen Beton-Drucker, der auf einem Kettenfahrzeug bewegt wird, könne man nun auch vor Ort drucken, sagt Printsones-Gründer Herwig Hengl zur futurezone.

Ein bis zwei Quadratmeter pro Stunde

Ein bis zwei Quadratmeter pro Stunde kann der mobile Beton-Drucker des Start-ups schaffen. Da der Verbund zwischen Pflastersteinen und Betonschicht sehr gut sei, könne die Bauhöhe der Steine reduziert werden. Dadurch lasse sich Zeit gewinnen, erzählt Hengl. In einem nächsten Schritt soll der Beton-Drucker vollkommen autonom arbeiten.

Die Steine werden von dem mobilen Drucker direkt auf die Trageschicht gedruckt, sie müssen nicht verlegt werden. Auch die Lieferung der Pflastersteine entfällt, da Zement und Sand direkt auf der Baustelle vermischt werden. Dazu habe das Start-up auch ein „Mini-Betonwerk“ entwickelt, das den Roboter mit Material versorge, erzählt Hengl.

Mehr Gestaltungsmöglichkeiten

3D-Druck biete in dem Bereich mehr Gestaltungsmöglichkeiten und weniger Materialverbrauch, da Zuschnitte in den Randbereichen entfallen sagte Gründer Herwig Hengl. Auch Einzelelemente könnten mit dem Verfahren kostengünstig hergestellt werden. „Wir können mit dem Drucker beliebige Objekte drucken“, sagt Hengl.

Erste Pilotprojekte sind bereits am Laufen. Für die Wiener Linien wurde bereits im Labor ein Betonrandstein gedruckt. Im Sommer soll der mobile Drucker bei einer Haltestelle vor Ort zum Einsatz kommen. Auch mit der Stadt Wien und weiteren Verkehrsbetrieben ist das Start-up im Gespräch, erzählt der Printstones-Gründer. An den Gestaltungsmöglichkeiten des Geräts seien auch Architekten interessiert.