Start-ups
17.01.2019

Wiener Start-up myClubs punktet mit Fitness-Abo

MyClubs setzt den langfristigen und starren Fitnessstudio-Mitgliedschaften einen flexiblen Zugang entgegen.

Jänner ist der Monat, in dem die Neujahrsvorsätze noch frisch sind. Fitnessstudios profitieren mit starren Mitgliedsverträgen davon: Viele von den neuen Mitgliedern sind nach einigen Wochen nicht mehr im Fitnessstudio anzutreffen, durch lange Bindungsfristen sind aber die Einnahmen für ein ganzes Jahr gesichert.

Genau dieses althergebrachte Geschäftsmodell, das seit den frühen 1990er Jahren funktioniert, bricht nun das Start-up myClubs auf. "MyClub-Mitglieder können aus 31 verschiedenen Sportangeboten wählen – von klassischen Fitnessstudios, Crossfit-Boxen und Yoga-Studios bis hin zum Klettern, Skifahren oder Stand-up-Paddeln", erklärt Gründer Tobias Homberger im Gespräch mit der futurezone: "Die myClubs-Mitgliedschaft ist außerdem monatlich kündbar."

App-basierte Angebot

Viele myClubs-Kunden würden die Flexibilität des Angebots schätzen, vorallem weil es dazu einlädt, neue Sportangebote auszuprobieren, sagt Homberger. In der dazugehörigen App, wo auch Reservierungen vorgenommen werden können, sind hunderte Sportangebote detailreich gelistet.

Ebenso eine interaktive Karte, wo sämtliche Sportpartner übersichtlich dargestellt sind, ist in der myClubs-App zu finden. Außerdem können sich Nutzer direkt über die Smartphone-Anwendung zu einem bestimmten Sportangebot verabreden.

Starkes Wachstum

Der Erfolg gibt ihm recht. Vor drei Jahren konnte man bereits in die Schweiz expandieren und im vergangenen Jahr war das junge Unternehmen in der Lage die Kundenzahl zu verdreifachen. "Aktuell sind wir am besten Weg zur Gewinnschwelle", erklärt der Unternehmensgründer.

Allein in Wien bietet myClubs mehr als 220 Sportangebote, in Österreich und der Schweiz sind es insgesamt mehr als tausend. Derzeit fokussiert sich das Start-up hauptsächlich auf den Ausbau des Angebots in den Bundesländern und der Schweiz.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von myClubs fußt auf den monatlichen Beiträgen der Mitglieder. Besucht ein myClub-Mitglied ein Fitnessstudio, so wird das Studio dafür vergütet. "Diese Vergütung ist in der Regel niedriger als bei herkömmlichen Kunden. Die Fitnessstudios sparen sich allerdings Marketingausgaben", sagt Homberger.

Damit myClubs den Studiobetreibern nicht die Kunden wegnimmt, können myClubs-Mitglieder nicht öfter als vier Mal im Monat im selben Studio trainieren. Homberger: "Mit unserem App-basierten Angebot sind wir keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zu den Fitnessstudios."

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen futurezone und aws (austria wirtschaftsservice).