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14.06.2016

Neues Gütesiegel für Crowdinvesting-Plattformen

Ein Ehrenschiedsgericht des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer überprüft Einhaltung von Standesregeln beim Crowdinvesting.

Crowdinvesting verspricht oft höhere Zinsen als traditionelle Finanzinstitutionen, es kann aber auch bis zum Totalverlust des investierten Betrags führen. Um potenziellen Investoren mehr Informationen in die Hand zu geben, hat der Fachverband Finanzdienstleister in der WKÖ jetzt ein neues Gütesiegel als Zeichen der Einhaltung von Standesregeln kreiert.

Der Fachverbandsausschuss des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat Standes- und Ausübungsregeln für Crowdinvesting-Plattformen beschlossen. Diese Regeln sind freiwillig; jene Plattformen, die sich dazu bekennen, müssten die Regeln jedoch einhalten. Das werde vom Ehrenschiedsgericht des Fachverbands Finanzdienstleister überprüft, heißt es in einer Aussendung der WKÖ am Dienstag.

Zehn Plattformen

Plattform-Betreiber, die sich zu den Standesregeln bekennen, verpflichten sich zur umfangreicheren Informationserteilung gegenüber ihren Investoren, müssen sich regelmäßig weiterbilden und halten stärkere Transparenzregeln ein. Bisher haben sich zehn Plattformen verpflichtet, darunter Conda, Greenrocket und 1000x1000.

Paul Pöltner, der Vorsitzende des Fachausschusses der Crowdinvesting-Plattformen, lädt alle Plattform-Betreiber ein, sich dieser Initiative anzuschließen. Anleger sollten auf das Gütesiegel achten, rät er.