Start-ups 27.07.2016

Ventocom und ORF steigen bei xamoom ein

© Bild: David Bohmann/ORF

Das Klagenfurter Start-up hat mit dem Mobilfunkunternehmen Ventocom jetzt einen prominenten Investor an Land gezogen. Auch der ORF-Deal wurde bestätigt.

Die Firma xamoom hat nun für ihr Angebot rund um ortsbezogene Smartphone-Dienste mit Ventocom einen hochkarätigen Investor an Land gezogen. Ventocom gehört Michael Krammer, der bis zum Verkauf an T-Mobile Geschäftsführer von tele.ring war und danach bis zum Verkauf an Hutchison die Mobilfunker One bzw. Orange leitete.

Vertrieb stärken

Ventocom beteiligt sich mit 27 Prozent an xamoom und hat einen „substanziellen sechsstelligen Betrag“ in das Start-up investiert, wie von xamoom-Gründer Georg Holzer auf futurezone-Anfrage bestätigt wurde.

„Das Thema Mobilkommunikation hat viele Facetten und da wollen wir als Ventocom immer vorne mit dabei sein“, sagt Ventocom-CEO Krammer. „Im Produkt von xamoom steckt enormes Potenzial, das wir mit einem sehr ambitionierten heimischen Team und starken Partnern wie dem ORF rapide heben werden.“ Mit dem frischen Investorengeld will xamoom nun in erster Linie seinen Vertrieb stärken.

ORF-Start-up-Programm

Von Holzer bestätigt wurden nun zudem auch Berichte, wonach das Start-up auch Teil des ORF-Accelerator-Programms wurde. Das Start-up wurde im futurelab.261 des ORF aufgenommen und bekommt am Küniglberg nicht nur einen eigenen Office-Space zur Verfügung, sondern auch starke Mentoren und interne Experten an die Seite gestellt, die das Unternehmen beraten. So sind etwa zusammen mit Ventocom und dem ORF auch die Entwicklung gemeinsamer, „cooler“ Anwendungen vorgesehen.

v.l.n.r. Richard Grasl, Bruno Hautzenberger, Georg Holzer, Michael Krammer
© Bild: David Bohmann/ORF
„xamoom passt aufgrund seines Produktportfolios hervorragend zum ORF“, sagt der kaufmännische Direktor des ORF, Richard Grasl. „Die Start-up-Initiative ist ein wichtiger Schritt, den ORF fit für die digitale Zukunft zu machen.“ Wann xamoom im Accelerator-Space einziehen wird, ist noch unklar, da die Räumlichkeiten derzeit noch „in Arbeit“ sind. „Die Niederlassung in Wien wird in erster Linie als Vertriebsbüro dienen. Wir und die Entwicklung unserer Dienste bleiben in Klagenfurt stationiert“, sagt Holzer.

In Kärnten hat das Start-up unter anderem im Sommer einige Praktikanten aufgenommen. „Für uns ist es wichtig, Schülern und Studierenden eine Chance zu geben, Wirtschaft zu schnuppern. Mit Laurenz Paulitsch haben wir seit zwei Wochen einen HAK-Praktikanten auf der Marketing-Seite. Mitte August kommt Dominik Gratzer, ein IT-Lehrling vom bfi, um einen Monat bei uns und mit uns zu lernen.“

Projekte in Deutschland und USA

Die Firma xamoom ist auf Location Based Services rund um QR-Codes, NFC und iBeacons spezialisiert. Ist man als User mit dem Smartphone unterwegs, bekommt man über diesen Weg etwa aktuelle Infos über Sehenswürdigkeiten oder Events eingeblendet. Mit „xamoom free“ gibt es davon auch eine kostenlose Version des Angebots. 2014 wurde xamoom außerdem im Rahmen des futurezone-Award zum Start-up des Jahres gekürt.

Laut Holzer habe xamoom gerade erst einen neuen Kunden in Deutschland, ein Kulturprojekt in Deutschland, an Land gezogen, für den ein derartiges Angebot umgesetzt wird. Auch bei einem Projekt in der Nähe des Times Square in New York hat xamoom derzeit seine Finger im Spiel. „Mehr dürfen wir dazu aber leider noch nicht verraten.“

( futurezone ) Erstellt am 27.07.2016