Start-ups
11/13/2014

xamoom ist das Start-up des Jahres 2014

Die Klagenfurter Firma xamoom schafft es mit ortsbezogenen Smartphone-Diensten zum Sieg des futurezone Award in der Kategorie Start-ups.

Es war ein spannendes Rennen bis zuletzt zwischen den Top 3 der Nominierten zum Start-up Award 2014. Am Ende konnte sich das Klagenfurter Projekt xamoom gegen seine Konkurrenten nimbusec und Authentic Vision durchsetzen und den Sieg nach Hause tragen.

Das Start-up konnte sowohl im Leservoting als auch die Fachjury mit seinem Service überzeugen. xamoom setzt auf den Trend ortsbezogener Dienste für Smartphones – auf Grundlage der Technologien NFC (Near Field Communication) und QR-Codes. Dabei bietet die Firma nicht selbst einen konkreten Service an, sondern sieht sich als Anbieter einer Service-Infrastruktur für „all jene, die gute Ideen aber wenig Know-how und keine dicken Brieftaschen haben“, wie es die Macher hinter xamoom selbst beschreiben.

„So unterschiedlich die drei nominierten Projekte auch waren, repräsentieren sie doch punktgenau die Schlüsselthemen der digitalen Innovation: mobiler Content, Sicherheit & Authentifizierung und Betrugserkennung. Das finde ich spannend“, sagt Alf Netek, Marketingchef bei Kapsch, Sponsor des diesjährigen Start-up-Awards. nimbusec, das sich ebenso wie Authentic Vision xamoom geschlagen geben musste, wurde ins Leben gerufen, um gezielte Manipulationen von Websiten frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Authentic Vision wiederum hat auf Basis eines Holograms und QR-Codes ein Verfahren entwickelt, das Produktfälschungen erkennen kann.

Lebendige Szene

Die Gewinner bzw. Nominierten des diesjährigen Start-up-Awards bestätigen ein weiteres Mal, dass sich die heimische Jungunternehmer-Szene auf einem guten Weg befindet. Es habe sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, meint auch Netek: „Die österreichische Gründer-Szene ist aktiver, selbstbewusster und engagierter geworden und braucht auch den internationalen Vergleich – siehe das heurige Pioneers Festival in Wien – nicht mehr zu scheuen. Gründen ist chic geworden. “ Auch Kapsch selbst versucht, jungen Firmen unter die Arme zu greifen. „Wir schaffen und fördern vielfältige Initiativen, die Gründern helfen, Neues zu versuchen und dabei auch Scheitern dürfen“, so Netek. Als Beispiele nennt er etwa den Launch von CONDA, einer Crowd-Financing-Plattform, sowie die Unterstützung des Start-up-Award der futurezone.

„Gründermentalität und unternehmerisches Denken werden innerhalb unserer Unternehmensgruppe wie auch nach außen hin gefordert und gefördert“, betont der Kapsch-Marketingchef. Mit den Bereichen Smart Energy und intelligenten Werkstoffen habe man in den vergangenen Jahren neue Geschäftsfelder etabliert, die den Technologiefokus des Konzerns auf Kommunikation und Mobilität erweitern, aber auch Kernkompetenzen stärken sollen.

Die Zukunft

Blickt man sich unter heimischen Start-ups um, herrscht durchaus Optimismus für die Zukunft. Ideen und Visionen gibt es ausreichend, wie auch das Pioneers Festival Ende Oktober wieder zeigte. „Die Szene hat das Potenzial zu einem wesentlichen Impulsgeber der Wirtschaft zu werden. Neue Arbeitsplätze entstehen nun einmal primär in jungen Unternehmen“, meint Netek. „Gründer beschäftigen sich intensiv mit Zukunft, arbeiten mit Leidenschaft und leben Innovation.“

Die etablierte Industrie, aber auch einige offizielle Institutionen hätten laut Netek die Bedeutung der Start-ups längst erkannt. "Risikokapitalfonds, prominente Investoren, aber auch die interessierte Öffentlichkeit – nicht zuletzt durch einschlägige Start-up-Shows und Crowd-Investment-Plattformen motiviert – bilden eine kritische Masse, die sich als Fundament für eine starke und eigenständige Szene in Österreich gut eignet."