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Technikwerkstatt HappyLab: Neue Geräte und Workshops.

Foto: HappyLab
Unter Hobbybastlern ist es längst kein Geheimtipp mehr: Das Wiener HappyLab. Hier können Entwickler und Bastler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Den Mitgliedern stehen neben Vinylplotter und Lasercutter seit diesem Sommer auch ein neuer 3D-Drucker sowie eine ebenfalls neue, größere CNC-Fräse zur Verfügung.

Es wird gebastelt, geschraubt, gebohrt, gefräst und gedruckt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können die Mitglieder hier werken, was das Zeug hält. Auf 250 Quadratmetern finden Hobbybastler alles, was ihr Herz begehrt. 3D-Drucker, Lasercutter, Schneidplotter, CNC-Fräse, Drehmaschine sowie ein Elektronikarbeitsplatz und viele weitere Gerätschaften warten darauf, von Technikbegeisterten zur Verwirklichung ihrer Projekte verwendet zu werden.

Neue Geräte im HappyLab
Neu im HappyLab: seit diesem Sommer steht den Mitgliedern ein neuer 3D-Drucker sowie eine neue CNC-Fräse zur Verfügung. Mit dem neuen 3D-Drucker "Dimension Elite" des Herstellers Stratasys kann eine weitaus höhere Auflösung beim Druckprodukt erzielt werden, als mit dem vorhergehenden Modell.

Funktionsweise des Druckers: Als Basis dient sogenannter ABS-Kunststoff, der bei 270°C geschmolzen wird, und durch eine feine Düse in dünnen Schichten zu je 0,17mm aufgetragen wird. Anschließend wird das Modell von der Bodenplatte gelöst und einige Stunden in einem Laugenbad behandelt, um eventuelle Stützkonstruktionen vollständig zu entfernen.

Die neue CNC-Fräse bietet mit einem potenziellen Arbeitsbereich von 175cm x 75cm ein deutliches Mehr an Arbeitsfläche. Ebenfalls zur Ausstattung gehörend ist eine Drei-Achs-Portalfräse. Neben dem Standardmaterial Holz können auch Kunststoffe sowie Metall mit der neuen Fräse bearbeitet werden. “Sie können bei uns vom Hocker bis zum Kasten alles bauen, was sie möchten.”, sagt einer der beiden Geschäftsführer, Karim Jafarmadar, im Gespräch mit der futurezone.

Keine technische Ausbildung benötigt
“Nicht nur Privatpersonen nutzen die technischen Einrichtungen im HappyLab, auch kleinere Firmen, für die sich die Anschaffung eigener Gerätschaften finanziell nicht rentiert, kommen zu uns, um hier Ihre Prototypen zu entwickeln.”, erzählt Jafarmadar. Ziel der Organisatoren sei es, nicht nur eine bestimmte Zielgruppe, sondern eine möglichst breite Schicht an Personen in das HappyLab zu locken. Vom Architekturstudenten, der mit dem 3D-Drucker seine Modelle ausdruckt, bis hin zum Fan der analogen Fotografie, der in der hauseigenen Dunkelkammer seine eigenen Negative entwickeln kann, bietet das HappyLab für jeden individuellen Freiraum zur Realisierung seiner Ideen und Projekte.

“Selbst wenn jemand keine technische Ausbildung hat, kann man in einem unserer zahlreichen Workshops die Arbeitsweisen unserer Maschinen erlernen.”, sagt Jafarmadar. Jeden Mittwoch werden um 19.00 Uhr Führungen durch das HappyLab angeboten, wo Mitglieder gerne etwaige Fragen, wie beispielsweise zu den Geräten, beantworten. Privatpersonen können bereits ab einem monatlichen Beitrag von drei Euro das HappyLab nutzen.

Workshops für Kinder und Schulklassen
Speziell für Kinder und Schulklassen werden eigene Workshops veranstaltet, wo diese mithilfe von fachlicher Betreuung einen Zugang zu digitaler Produktionstechnologie vermittelt bekommen. Ebenfalls neu das “Fab Lab Bootcamp”, das im Herbst starten wird. Interessierte jeden Alters können in diesem siebentägigen Workshop die gesamte digitale Produktion sowie die Bedienung und die Funktionsweisen der Maschinen im HappyLab erlernen.

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(Video: Kathrin Figerl/Martin Krachler) Erstellt am 01.08.2013, 06:00

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