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Datenschutz Recht auf Vergessen: Google durchforstet 1,2 Millionen URLs.

6317 Anträge sind aus Österreich eingegangen
6317 Anträge sind aus Österreich eingegangen - Foto: AP/Virginia Mayo
Bei Google sind in Europa knapp 350.000 Löschanträge eingegangen. Rund 42 Prozent aller beanstandeten Links wurden entfernt.

Der US-Internetkonzern Google hat seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum „Recht auf Vergessen“ im Mai 2014 knapp 350.000 Löschanträge erhalten. Die meisten der 348.085 Anträge zur Löschung von Suchergebnissen seien aus Frankreich und Deutschland eingegangen.

Insgesamt seien 1,23 Millionen Internetadressen überprüft worden, von denen 42 Prozent aus den Google-Suchergebnissen in Europa entfernt worden seien.

6317 Anträge aus Österreich

Aus dem Bericht von Google geht hervor, dass in Österreich 6317 Löschanträge gestellt wurden, woraufhin 23.088 URLs von Google überprüft wurden. 9482 davon, also 47,8 Prozent der URLs wurden aus dem Google-Suchindex entfernt.

Dabei hat Google ein Ersuchen erreicht, einen Link zu einem Artikel zu Löschen, in dem über ein Verbrechen berichtet wird und im Zuge dessen ein Paar des Geschäftsbetrugs beschuldigt wird. Google hat die Seiten nicht aus den Suchergebnissen gelöscht, so der Bericht des Unternehmens.

In Frankreich wurden 73.399 Anträge gestellt, die sich gegen knapp 250.000 Links richteten. In Deutschland bemühten sich Nutzer demnach in 60.198 Fällen um Löschung, betroffen waren gut 220.000 Internetadressen.

Vor allem wollten Nutzer den Angaben zufolge Links zu URLs in sozialen Netzwerken aus der Google-Suche löschen lassen. Spitzenreiter dabei ist Facebook. Insgesamt wurden 10.220 Links zu facebook.com entfernt, 5374 zu youtube.com, 4134 zu plus.google.com und 3879 zu Twitter.

Recht auf Vergessen

Der EuGH hatte entschieden, dass europäische Internetnutzer grundsätzlich das „Recht auf Vergessen“ bei Suchmaschinen wie Google haben. Seit Ende Mai 2014 können Betroffene bei Google Anträge stellen, um Links aus den Suchergebnissen des Konzerns löschen zu lassen.

(futurezone/APA/AFP) Erstellt am 26.11.2015, 07:14

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