Zur mobilen Ansicht wechseln »

Notebook-Test Laptop Dell XPS 15 im Test: Schnell, schön, hochauflösend.

Das Dell XPS 15 wiegt knapp 2 Kilogramm und hat ein 15-Zoll-Display mit der Auflösung 3.200 x 1.800 Pixel
Das Dell XPS 15 wiegt knapp 2 Kilogramm und hat ein 15-Zoll-Display mit der Auflösung 3.200 x 1.800 Pixel - Foto: Gregor Gruber
Das Notebook bietet einen 15,6-Zoll-Touchscreen mit 3.200x1.800 Pixel, eine Intel i7 CPU, 16 GB RAM, 512 GB SSD und eine hochwertige Verarbeitung. Die futurezone hat getestet.

Wenn man an gut aussehende und leistungsstarke Notebooks denkt, fällt einem Dell meistens nicht ein. Der US-Hersteller ist hierzulande eher für seine Business-Geräte bekannt. Mit dem XPS 15 Touch zeigt Dell, dass es Design und Leistung verbinden kann. Die futurezone hat das Spitzenmodell, mit i7 CPU, 16 GB RAM und 512 GB SSD, getestet.

Design

Das 15,6-Zoll-Gerät gefällt aufgrund der hochwertigen Materialien und des geradlinigen Designs. Der Display-Deckel besteht aus Aluminium. Die Aluminium-Ränder werden auf der Innenseite fortgesetzt, wodurch das mit Corning Glass geschützte Display optisch gelungen eingerahmt wird.

Diese Designlinie ist auch an der Unterseite zu finden. Die dunkelgraue Oberfläche wird Silber umrahmt. Die Unterseite besteht aus Kohlenstofffaser und weist die typische Farbe und Struktur auf. Die Seriennummer und der Service-Tag sind hinter einer gefederten Metallklappe versteckt.

Der elegante und schnörkellose Gesamteindruck des Notebooks wird durch die geringe Dicke von 18 mm abgerundet.

Verarbeitung

Trotz eines moderaten Gesamtgewichts von zwei Kilo macht das XPS 15 einen robusten Eindruck. Im normalen Gebrauch gibt die Handballenauflage nicht nach. Drückt man mit dem Finger in die Mitte zwischen Leertaste und Touchpad biegt sich die Oberfläche leicht durch, wie bei vielen anderen Notebooks auch. Im Alltagsgebrauch fällt das aber nicht störend auf.

An der Unterseite gibt es keine störenden Spalten oder Ritzen. Auch rund ums Display ist alles gut abgeschlossen. Schmutz könnte sich trotzdem ablagern, da zwischen Aluminiumrahmen und Glas ein Gummistreifen ist. Auf diesem bleiben gelegentlich Flankerl und Staub hängen.

10.jpg
Foto: Gregor Gruber

Display

Das 15,6-Zoll-Display hat eine Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixel. Die Schärfe ist sehr gut, auch Farben und Kontraste überzeugen. Die maximale Helligkeit ist gut und für den Inneneinsatz mehr als ausreichend. Die Freiluftnutzung ist aufgrund von Spiegelungen auf schattige Plätze beschränkt.

Der Nachteil der hohen Auflösung: Nicht alle Windows-Programme unterstützen diese. Schriften und Icons bei einigen Programmen sind unscharf, weil sie einfach in die passende Größe gezogen werden. Bei anderen wiederum sind Fenster so klein, dass man die Schriften nur schwer lesen kann. Mit der steigenden Verbreitung der hochauflösenden Displays werden aber auch die Software-Hersteller ihre Programme nach und nach anpassen.

Der Touchscreen reagiert flott und präzise auf Fingereingaben und -gesten. Allerdings wackelt das Display beim Drauftippen ein bisschen zu stark nach. Dafür hält aber das Scharnier das Display verlässlich im eingestellten Winkel.

12.jpg
Foto: Gregor Gruber

Tastatur und Touchpad

Die Tasten sind hintergrundbeleuchtet. Zwischen den Tasten ist genug Abstand und auch die Größe der Tasten ist angemessen. Dennoch ist das Tippen ein wenig gewöhnungsbedürftig, da etwa trotz ausreichend Platz am Gehäuse die Enter-Taste verkleinert wurde. Auch die Funktions-Tasten sind geschrumpft, obwohl nach oben hin noch Platz gewesen wäre. Der Anschlag der Tasten ist in Ordnung. Nur wenn man die Taste zu leicht an den Ecken anschlägt, kann es vorkommen, dass der Druck nicht erkannt wird.

Das Touchpad ist großzügig dimensioniert. Die Oberfläche fühlt sich gut an und ermöglicht eine präzise Steuerung des Cursors, ohne zu viel Widerstand aufzuweisen. Fingergesten werden nicht optimal umgesetzt. Beim Scrollen mit zwei Fingern gibt es eine Verzögerung, bevor der Befehl umgesetzt wird. Auch Pinch-to-Zoom wird am Touchpad nur zögerlich umgesetzt und noch dazu unpräzise.

14.jpg
Foto: Gregor Gruber

Leistung

Das XPS 15 hat drei USB 3.0 und einen USB 2.0 Anschluss. Hinzu kommen noch ein HDMI- und Mini-DisplayPort-Anschluss, sowie ein SD-Kartenleser. An der linken Seite befindet sich eine Akkuanzeige. Drückt man den Knopf, leuchten vier LEDs bei vollem Akkustand auf. Je weniger Akku, desto weniger LEDs leuchten auf. Der Akku hält im Alltagsgebrauch zwischen 3,5 und 4,5 Stunden.

Die Benchmarks liefern folgende Ergebnisse:
3D Mark Basic Edition Fire Strike 1.1: 2023
3D Mark Basic Edition Cloud Gate 1.1: 10741
3D Mark Basic Edition Ice Storm 1.2: 77896
PCMark 8 Home Conventional 3.0: 2685
Cinbench R15 64-Bit OpenGL: 69,59 fps
Cinbench R15 64-Bit CPU: 580 cb

Durch den i7, 16 GB RAM und die Nvidia GeForce GT 750M Grafikkarte ist das XPS 15 auch für aktuelle Computerspiele geeignet. Allerdings muss man hier die Grafikeinstellungen anpassen. Für das Spielen mit der nativen Display-Auflösung 3.200 x 1.800 Pixel reicht die Leistung meist doch nicht. Diablo 3 ist in dieser hohen Auflösung mit reduzierten Details noch einigermaßen spielbar, andere Games ruckeln zu stark.

6.jpg
Foto: Gregor Gruber

Lautstärke

Der Nachteil von leistungsstarken Komponenten in einem dünnen Gehäuse: Hitze. Das XPS 15 wird hauptsächlich an der Unterseite warm, die Hände des Users bleiben verschont. Allerdings sollte man das Notebook nicht auf dem Schoß lassen, wenn man spielt, Benchmarks laufen lässt oder Videos rendert.

Unter Last macht sich der Lüfter des XPS 15 lautstark bemerkbar. Neben dem konstanten Brummen kommt noch gelegentlich ein Pfeifton dazu. Dieser ist nicht hoch genug um wirklich zu nerven, will man aber einen Film schauen, können die Lüftergeräusche aber lästig sein.

Das XPS 15 erzeugt einen überraschend guten Sound, den man dem dünnen Gerät gar nicht zutraut. Die Lautstärke ist sehr gut und bis zu 90 Prozent der Gesamtlautstärke sind die Höhen noch erträglich. Es gibt sogar einen annehmbaren Bass. Der reicht zwar nicht um das Wohnzimmer zum Beben zu bringen, ist aber um einiges besser, als das was andere Notebooks in diesem Format zustande bringen.

auf1.jpg
Foto: Gregor Gruber

Fazit

Mit dem XPS 15 bekommt man ein leistungsstarkes 15-Zoll-Notebook im Ultrabook-Format.

Es ist in seiner Top-Ausstattung dem MacBook Pro Retina in vielen Belangen ebenbürtig und kostet sogar ein paar hundert Euro weniger. Allerdings kann die Akkuleistung nicht mit dem Apple-Notebook mithalten.

Neben der Akkulaufzeit ist die Grafikkarte ein Kritikpunkt. Immerhin hat das XPS 15 eine Nvidia-Grafikkarte, während das günstigste MacBook Pro (2.000 Euro) mit 15-Zoll-Retina-Display auf Intels Grafikchip setzt. Dennoch würde man sich bei einem Kaufpreis von 1.900 Euro eine leistungsstärkere Grafikkarte, etwa von Nvidias GTX-Serie, wünschen, die bei Games besser mit der hohen nativen Auflösung des XPS 15 zurecht kommt.

Technische Daten

Modell:
Dell XPS 15
Maße und Gewicht:
372 x 254 x 18 mm; 2,01 kg
CPU:
Intel Core i7-4702HQ (bis zu 3,2GHz, 6 MB)
GPU:
Nvidia GeForce GT 750M, 2 GB
RAM:
16 GB Dual-Channel DDR3L mit 1.600 MHz (2 x 8 GB)
Bildschirm:
15,6 Zoll QHD+ LED, 3.200 x 1.800 Pixel
Speicher:
512 GB SSD
Sonstiges:
3x USB 3.0, 1x USB 2.0, Mini DisplayPort, HDMI, SD-Reader, Headset-Anschluss, Noble Schloss, NFC, WLAN, Bluetooth
Preis:
1.899 Euro (UVP)
Variante mit i5 CPU und FullHD-Display: 1.299 Euro (UVP)
Variante mit i7 CPU, QHD+ Display und 1TB Festplatte: 1.499 Euro (UVP)
Link:
Technische Daten auf der Website des Herstellers

(futurezone) Erstellt am 06.04.2014, 06:00

Kommentare ()

Einen neuen Kommentar hinzufügen

( Abmelden )

Ihr Kommentar

Antworten folgen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?
    Bitte Javascript aktivieren!