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Nach Kritik Mobilfunker HoT schafft Megabyte-Taktung ab.

HoT adaptiert sein Abrechnungsmodell
HoT adaptiert sein Abrechnungsmodell - Foto: Gregor Gruber
Nach anhaltender Kritik an der Verrechnung von mobilen Daten in Megabyte-Schritten stellt der von Hofer ins Leben gerufene Mobilfunkanbieter HoT auf genauere Abrechnung um.

Der im Jänner 2015 gestartete Mobilfunkanbieter HoT hat nun auf Kundenbeschwerden reagiert und wird Datenverbindungen fortan nicht mehr in Megabyte-Schritten (1024 KB), sondern in 102,4-KB-Schritten abrechnen. Das gab Ventocom-Chef Michael Krammer, der hinter dem von Hofer vertriebenen Mobilfunk-Angebot steht, im Gespräch mit der futurezone bekannt.

Kritik an Taktung

HoT konnte seit seinem Einstieg in den Markt zumindest über 50.000 Kunden gewinnen und mit attraktiven Preisen punkten. Lediglich die Abrechnung von mobilen Daten in Megabyte-Schritten sorgte wiederholt für Kritik. Denn selbst wenn nur geringste Datenmengen - etwa zur Standortbestimmung übermittelt werden - wurde bei manchen Android-Geräten mindestens ein Megabyte verrechnet. Theoretisch sollte dies bei Smartphones, die ohnehin ständig mit dem Internet verbunden sind, kaum ins Gewicht fallen, lediglich alle zwölf Stunden würde eine neue Sitzung begonnen, verteidigte sich Ventocom Anfang Jänner.

Einzelne User berichteten aber dennoch über 50 Megabyte, die ohne aktives Browsen unter anderem auch über Nacht anfielen. Netzabbrüche - etwa, wenn man im Zug unterwegs ist - aber auch gewisse Programme zur Standortbestimmung wie der Dienst A-GPS sorgten offenbar dafür, dass größere Datenmengen anfielen, selbst wenn der User im WLAN-Netz blieb. Durch die neue Abrechnungsregelung sollen diese Probleme nun der Vergangenheit angehören.

Nur drei Prozent betroffen

Laut Ventocom-Chef Krammer waren lediglich drei Prozent aller HoT-User - ausnahmslos mit Android-Geräten - von dem oben geschilderten Problem betroffen und kamen an einzelnen Tagen auf über 50 Sessions. Angesichts des günstigen Megabyte-Preises von 0,9 Cent und dem transparenten Preismodell, das etwa bei Datenmengen außerhalb des gebuchten Pakets ebenfalls nur geringe Kosten vorsehe, sei die Taktung auch vorher schon "kein großes Drama" gewesen, sagte Krammer. Man nehme das Kundenfeedback aber Ernst und werde mit 1. März auf die 102,4 KB-Taktung umstellen. Auch Bestandskunden werden ab dann so abgerechnet, versicherte Krammer.

(futurezone) Erstellt am 24.02.2015, 13:17

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