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Kryptowährungen: Bitcoin zieht an, Ripple bricht ein

Nach einem durchwachsenen Jahresauftakt legt Bitcoin bei seiner Erholung wieder zu. Die Cyber-Devise verteuerte sich am Freitag um 7,6 Prozent auf 16.031 Dollar (13.287 Euro).

Inzwischen setzten Investoren ihr Augenmerk aber auf andere virtuelle Währungen, die sogenannten Altcoins, sagte Analyst Mati Greenspan vom Online-Broker eToro. "Technologisch ist Bitcoin bereits überholt." Hauptmanko sei die geringe Geschwindigkeit bei der Verarbeitung von Geldtransfers. Alternativen wie Ripple punkteten zum Beispiel mit niedrigen Transaktionskosten.

Coinbase bremst Enthusiasmus

Die Altcoins mussten zuletzt aber einen erheblichen Dämpfer hinnehmen. Coinbase, eine der wichtigsten und populärsten Handelsplattformen für Kryptowährungen, gab am Donnerstag bekannt, dass man vorerst keine neuen Altcoins anbieten wolle. Derzeit können dort nur Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash sowie Litecoin gehandelt werden. Coinbase verhalf zuletzt auch Litecoin und Bitcoin Cash zu neuen Höhenflügen.

Seit einigen Wochen kursiert auch das Gerücht, Coinbase könnte künftig auch Ripple anbieten. Das wurde nun mit diesem Statement widerlegt, der Markt reagierte entsprechend. Der Wert eines Ripple fiel zeitweise auf 3,06 US-Dollar, lag aber immer noch deutlich über den Werten der Vorwoche.

Ripple-Gründer unter reichsten Menschen

Dem Branchendienst CoinMarketCap.com zufolge stieg der Kurs von Ripple in den vergangenen drei Wochen um mehr als 300 Prozent. Dabei überholte die digitale Währung mit einem Gesamt-Börsenwert von derzeit knapp 130 Milliarden den Konkurrenten Ethereum und stieg zur Nummer zwei hinter Bitcoin auf. Die älteste und wichtigste Kryptowährung notierte am Freitag dagegen rund 20 Prozent unter ihrem Rekordhoch von Mitte Dezember.

Der Höhenflug katapultierte auch Ripple-Mitgründer Chris Larsen auf einen Platz unter den fünf reichsten Menschen der Welt. Chris Larsen liegt mit 5,19 Milliarden Ripple sowie einem 17-Prozent-Anteil an der Firma hinter Ripple nun knapp vor Oracle-Gründer Larry Ellison (Platz sechs) und den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin (Platz 8 und 10).

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