Games

Vortrag: Asylsuchende lernen spielerisch mit App Deutsch

Videospiele werden oft als ein Hobby zum Zeitvertreib abgetan. Doch dass das Medium Videospiel deutlich mehr bieten kann als puren Eskapismus, haben bereits viele Projekte bewiesen. Die Kategorie der „Serious Games“ – Spiele, die nicht nur unterhalten, sondern auch Wissen vermitteln – hat in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Auch österreichische Entwickler, allen voran die Wiener Digitalagentur Ovos, haben sich auf diesem Bereich international einen guten Ruf erarbeitet.

Ovos gewann mit dem Physik-Lernspiel einen Preis nach dem anderen, unter anderem den prestigeträchtigen Deutschen Entwicklerpreis. Seitdem hat Ovos mit zahlreichen anderen Unternehmen Serious Games umgesetzt, beispielsweise „Cure Runners“, mit dem Jugendliche spielend den Umgang mit Geld lernen sollen, sowie das „Lernabenteuer Deutsch“ für das Goethe-Institut.

Spielerisch Deutsch lernen

Das neueste Projekt von Ovos dreht sich ebenfalls um das Thema Deutsch lernen. Gemeinsam mit dem Schweizer Beratungsunternehmen eduxis Consulting entwickelte man ein Lernspiel, mit dem Asylsuchende in der Schweiz einfach Deutsch lernen sollen. Mithilfe der App soll laut dem Entwickler „auf spielerische Weise handlungsrelevantes (Sprach)Wissen vermittelt“ werden.

Dazu soll einerseits der Wortschatz alltagstauglich ausgebaut, aber auch die Schweizer Kultur und Gewohnheiten erklärt werden. Ein ähnliches Projekt gibt es auch in Österreich mit uugot.it, bei dem Asylsuchenden mithilfe von TV-Sendungen Deutsch sowie die österreichische Kultur nähergebracht werden sollen.

Vortrag am Donnerstag

Am Donnerstag stellen Jörg Hofstätter, einer der Gründer und Geschäftsführer von Ovos, sowie Andy Schär von eduxis Consulting, das neue Projekt in Wien vor. Im Rahmen der von der Wiener Wirtschaftskammer unterstützten Vortragsreihe Subotron Pro Games erklären die Beiden, wie das Projekt zustande kam und wie Spieleentwickler bislang unvorstellbare Kooperationsmöglichkeiten auf die Beine stellen können. Der Vortrag findet auf Deutsch statt und beginnt um 19 Uhr. Wie üblich wird der Vortrag im Raum D (Quartier 21) des Wiener Museumsquartiers abgehalten, der Eintritt ist frei.

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