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Uugot.it Flüchtlinge lernen mit App beim Fernsehen Deutsch.

Foto: Uugot.it
Ein österreichisches Start-up hat eine App entwickelt, mit der Zuwanderer einfach beim Fernsehen Deutsch lernen können. Die Stadt Linz unterstützt das Projekt.

Das Start-up uugot.it, das Zuwanderern mit einer App das Lernen der deutschen Sprache erleichtern will, geht mit Unterstützung der Stadt Linz in die Pilotphase. Teilnehmer des „Deutsch als Fremdsprache“-Kurses an der Volkshochschule Linz erhalten Zugang zur App.

Die Idee des Start-ups ist simpel: Deutschsprachige TV-Sendungen werden mit interaktiven Untertiteln auf Smartphone oder Tablet wiedergegeben. Wird ein bestimmtes Wort nicht verstanden, kann man es antippen und erklären oder übersetzen lassen. Die nicht erkannten Wörter werden zudem automatisch in einer „personalisierten Lernumgebung“ gespeichert. So kann man später mit jenen Wörtern üben, die noch Probleme bereiten.

Zum Kennenlernen der Kultur

„Wir wollen mit uugot.it nicht nur eine einfache, sondern auch eine unterhaltsame Methode entwickeln, um Sprache zu lernen. Eine Methode, die gleichermaßen Spaß macht und den Integrationsprozess beschleunigt“, so uugot.it-Gründer und CEO Philipp Etzlinger. Die Wahl fiel auf Fernsehen, da es sich dabei nach wie vor um das meistgenutzte Medium Österreichs handelt und es neben der Kultur auch vermittle, „was eine Nation bewegt“. Der Testlauf soll nun fünf Wochen lang dauern, die Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung der App bis zur Marktreife fließen.

Uugot.it Etzlinger Linz Bürgermeister
Foto: Jürgen Grünwald
„MigrantInnen und Flüchtlinge haben so die Möglichkeit, in die Gesellschaft einzutauchen. uugot.it kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Integrationsprozess zu beschleunigen“, so der Linzer Bürgermeister Klaus Luger.

Mit Preisen ausgezeichnet

Das Start-up wurde für die Idee bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem call4Europe Award sowie dem 2. Platz beim österreichischen Flüchtlings- und Migrations-Award. Zudem konnte man Ende 2015 eine Crowdfunding-Kampagne auf respekt.net erfolgreich abschließen. Aktuell ist man zudem Teilnehmer am Creative Media Entrepreneur Programm der Creative Region Linz & Upper Austria sowie der AWS (Austria Wirtschafts Service).

(futurezone) Erstellt am 03.03.2017, 11:00

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