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Dyson V16 im Test: 5 Sachen sind top, 3 sind ein Flop

Genauso wie die selbstfahrenden Saugroboter mittlerweile in fast jedem Haushalt zu finden sind, gehört meistens auch ein handlicher Akku-Staubsauger zur Grundausstattung. Die Auswahl an kabellosen Staubsaugern ist in den vergangenen Jahren zu einem undurchsichtigen Dschungel geworden. Geräte gibt es in jeder Preisklasse mit entsprechenden Abstrichen und Einschränkungen. 

Eine Konstante ist aber geblieben: Dyson. Der britische Hersteller, der den Trend zu solchen hochpreisigen Akku-Staubsaugern mehr oder weniger gestartet hat, ist immer noch der Maßstab, wenn es um solche Modelle geht. 

Ich konnte mir vom neuesten Modell ein Bild machen und habe den Nass- und Trockensauger Dyson V16 Piston Animal Submarine ausgiebig getestet.

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Härtetest für Allergiker

Mein Verhältnis zu Staub ist ziemlich kompliziert. Seit ich an einer Hausstaubmilbenallergie leide, sehe ich den Staub als Feind an, den es zu bekämpfen gilt. Da es sich dabei bekanntlich um einen sprichwörtlichen Kampf gegen Windmühlen handelt, will ich zumindest mit den besten Waffen ausgestattet sein.

Meinem schon etwas in die Jahre gekommenen Akku-Staubsauger aus dem mittleren Preissegment und dem älteren Saugroboter vertraue ich dabei nicht mehr allzu sehr. Also wollte ich herausfinden, ob der neue Dyson-Sauger tatsächlich so viel besser, genauer und leistungsfähiger ist.

Härtetest

Also habe ich sofort nach dem Auspacken des Dyson V16 den absoluten Härtetest gestartet. Dabei habe ich den Saugroboter durch das Wohnzimmer geschickt und kurz darauf stellenweise mit dem alten Akku-Staubsauger nachgearbeitet.

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Nachdem das Wohnzimmer also eigentlich sauber sein sollte, habe ich noch einmal mit dem neuen Dyson gesaugt - mal schauen, ob etwas im Saugbehälter landet. Zu meiner Überraschung sammelte sich dort rasch einiges an Staub und Schmutz an. 

Ein noch größerer Leistungssprung konnte beim Saugen auf Teppich festgestellt werden. Die enorme Saugstärke des Dyson stellte den älteren Staubsauger umgehend in den Schatten.  

Das ist auch kein Wunder. Denn der V16 Animal Piston bringt mit seinem 900 Watt starken Motor eine Saugleistung von konstanten 315 Airwatt (AW) zustande. Damit ist er der bislang stärkste Akku-Staubsauger von Dyson.

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Dyson V16

Staub im Scheinwerferlicht

Vorteilhaft ist zudem, dass die Bodenbürste doppelt-konisch geformt ist. Dyson erklärt, dass sich dadurch keine Haare in der Bürste verheddern können. Wie sich im Praxiseinsatz gezeigt hat, stimmt das tatsächlich: Die Bodenbürste bleibt haarlos. 

Was mich aber fast zur Verzweiflung brachte, ist die grüne LED-Beleuchtung auf der Bodenbürste. Sie leuchtet den Boden aus und macht jedes Staubkrümelchen sichtbar. Das ist zwar praktisch, aber auch ziemlich ernüchternd. Denn ohne die LED-Beleuchtung hat man den Eindruck, der Boden sei bereits sauber. 

Sobald man aber den grünen "Scheinwerfer" draufhält, wirkt der Boden jedes Mal komplett verdreckt. Das liegt auch daran, dass das Licht kleine Kratzer und Unebenheiten hervorhebt, die im grünen Schein wie Staub wirken - sich aber natürlich nicht wegsaugen lassen. Wer sich der Illusion eines scheinbar sauberen Bodens hingeben möchte, kann die LED auch deaktivieren.  

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Dyson V16

Staubsaugen als Spiel

Um herauszufinden, wie verschmutzt der Boden wirklich ist, genügt ein Blick auf das kleine Display des Staubsaugers. Dort wird nämlich dargestellt, welche Partikel gerade eingesaugt werden, aufgeschlüsselt nach der Größe der Partikel. 

Bei mir hat das zur Gamification geführt. Ich wollte natürlich, dass die Balken, die die eingesaugten Partikel darstellen, ständig bis zum Anschlag gehen und in roter Signalfarbe dargestellt werden. Die Sauberkeit der Wohnung hat davon profitiert, der Akku des Saugers hat eher darunter gelitten.

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Dyson V16

Ausreichend Akku

Apropos Akku: Dyson gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 70 Minuten an. Diese Angabe bezieht sich auf den sparsamen Eco-Modus auf einem Hartboden. Saugt man im Auto- oder gar Boost-Modus, hält der Akku entsprechend weniger lang. 

Im Alltag kam ich auf eine Laufzeit von mehr als 40 Minuten. Das ist absolut ausreichend, um die komplette Wohnung zu reinigen. Gesaugt habe ich meistens mit der Bodenbürste sowie abwechselnd im Auto- und Boost-Modus.

Raffinierte Handhabung

Lobenswert ist das Handling, das von einer raffinierten Produktgestaltung profitiert - beispielsweise der Mechanismus, mit dem man die Bodenbürste vom langen Rohr löst. Die Entriegelung befindet sich am oberen Ende der Stange, sodass man sich zum Loslösen nicht bücken muss. 

Wenn ich dann ohne Bodenbürste schnell etwas an der Wand oder auf einer Kommode gesaugt habe, lässt sich die Stange wieder ohne zusätzliche Handgriffe mit der Bodenbürste verbinden. Das Anschlussteil der Bürste bleibt nämlich im 45-Grad-Winkel stehen, sodass man das Rohr bequem draufstecken kann.

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Dyson V16

Kein Pistolenabzug

Verbindet man aber beim Saugen den Stiel mit der Bodenbürste, schaltet sich der Dyson aus und muss daraufhin erneut eingeschaltet werden. Das Ein- und Ausschalten könnte übrigens besser gelöst werden. Dafür muss man nämlich eine Taste neben dem Display drücken. 

Bei meinem alten Akku-Staubsauger war das mit einem Drücker gelöst, der an den Abzug einer Pistole erinnert. Auf diese Weise kann man punktgenau den Sauger aus- und einschalten. Auch die Ergonomie des Geräts profitiert davon. Ich persönlich würde einen Drücker bevorzugen. Nach kurzer Zeit hatte ich mich aber auch an die Tasten des Dyson gewöhnt.

Verbesserungswürdige Ladestation

Was mir verbesserungswürdig erscheint, ist die mitgelieferte Ladestation, die man an der Wand montieren kann. Die Verbindung zwischen Stromkabel und Staubsauger erfolgt dabei nämlich über einen klassischen, runden Stromstecker. 

Das bedeutet, dass man den Dyson relativ vorsichtig und punktgenau in die Wandhalterung geben muss, damit der Stecker seinen Weg in das Gerät findet. Bei meinem alten Staubsauger war die Stromübertragung über bloße Kontakte gelöst. Deswegen konnte man das Gerät auch weniger vorsichtig aus der Halterung nehmen.

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Dyson V16 - Ladestation mit dem Stromstecker

Die Finger bleiben sauber

Besonders gut gelöst ist dafür das Entleeren des Staubbehälters. Dyson hat darin einen Schiebemechanismus verbaut, mit dem man den Schmutz einfach aus dem Behälter schiebt. Dadurch muss man sich die Finger nicht dreckig machen. 

Wenn man den Behälter ein bisschen schüttelt und den Schiebemechanismus mehrmals betätigt, wird der gesamte Inhalt tatsächlich aus dem Staubbehälter "gekratzt" - auch etwaige verhedderte Haare.

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Nasssaugen als Ergänzung

Der Nassreinigungsaufsatz Submarine 2.0 ist eine praktische Sache. Er besteht aus einem 300-Milliliter-Frischwassertank, einer Mikrofaserwalze und einem Auffangbehälter für das Schmutzwasser. Verwendet man das Submarine-Zubehör, spielt sich die komplette Reinigung in diesem Nassreinigungsaufsatz ab. 

Die nasse Mikrofaserwalze reinigt den Boden und das schmutzige Wasser wird in den eigens dafür vorgesehenen Behälter befördert. Das ist eine willkommene Ergänzung zum bloßen Staubsaugen. Damit wird nicht nur zusätzlicher Staub gebunden, Hartböden werden dadurch auch deutlich sauberer. 

Mit einem kraftvollen Wischvorgang mit einem herkömmlichen Mopp ist das allerdings nicht ganz zu vergleichen. Dafür bleiben beim Reinigen mit dem Submarine-Aufsatz die Hände trocken und sauber. Ein bisschen umständlich ist dann jedoch die Reinigung des Aufsatzes selbst.

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Dyson V16

Die Dyson-App

Und dann gibt es da noch die optionale MyDyson-App, mit der sich der V16 per Bluetooth verbindet. Die Handy-Anwendung zeigt beispielsweise an, wieviel Rest-Akku der Staubsauger hat, wann das letzte Mal gesaugt wurde und wie lange die Session gedauert hat. 

Man kann dort auch einige wenige Einstellungen vornehmen, beispielsweise die LED-Beleuchtung deaktivieren, die Walzengeschwindigkeit regulieren und das Akkuaufladen justieren. In der App gibt es noch praktische Erklärvideos und direkten Zugang zum Dyson-Webshop.

Die App zum Dyson V16

Fazit

Der Dyson V16 Piston Animal ist gewiss einer der besten Akku-Staubsauger, die es derzeit gibt. Abgesehen von kleineren Kritikpunkten handelt es sich dabei um ein gelungenes Gerät, das seine Nutzer mit Sicherheit nicht enttäuscht. 

Die Saugstärke ist enorm, die Arbeitsweise gründlich und die Akkulaufzeit mehr als ausreichend. Die Funktionen sind umfangreich und raffiniert gestaltet. Alles in allem wirkt der V16 robust und langlebig. Praktisch ist zudem der Nassreinigungsaufsatz.

Es lässt sich schwer in Zahlen gießen, um wie viel besser der Dyson V16 mir bei meinem Kampf gegen Staubmilben hilft. Die Wohnung ist aber durch den Einsatz des leistungsstärkeren Nass- und Trockensaugers aber deutlich sauberer, was mir das Gefühl verleiht, besser gegen die Allergie gerüstet zu sein. 

Der größte Wermutstropfen bleibt der Preis. Das Set aus Dyson V16 mit 4 Aufsätzen und der Submarine 2.0 Nassbürstwalze kommt auf 999 Euro. Wer auf den Nassreinigungsaufsatz verzichten kann, ist mit 849 Euro dabei. 

Wem dieser Preis zu hoch erscheint, sollte sich nach einem der Vorgängermodelle umsehen. Im Online-Store des Herstellers gibt es die Akku-Staubsauger bis zurück zum Dyson V8, der bereits ab 349 Euro zu haben.

5 Top, 3 Flop 

Noch einmal ganz zurück zum Titel des Testberichts: 5 Sachen sind top, 3 sind ein Flop.

Top sind auf jeden Fall die Saugkraft und Leistungsstärke, ebenso die haarlose Bodenbürste. Das Display am Staubsauger, das die eingesaugten Partikel anzeigt, ist eigentlich mein Highlight. Top sind auch die Akkulaufzeit sowie das gesamte Handling des Staubsaugers, beispielsweise das Entleeren des Staubbehälters. 

Als verbesserungswürdig sehe ich die Ladestation beziehungsweise die Wandhalterung. Eine Abkehr vom klassischen Stromstecker hin zu einer Lösung mit Stromkontakten wäre bestimmt sinnvoll. Da ich den pistolenähnlichen Abzug als Ein- und Austaste gewohnt bin, würde ich mir auch einen solchen beim Dyson wünschen. 

Der hohe Preis zählt ebenfalls nicht zu den positiven Punkten. Selbst wenn man sich sicher sein kann, dass man auch ein entsprechend gutes Produkt erhält, sind fast 1.000 Euro für einen Staubsauger eine Menge Geld.

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Florian Christof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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