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Robuste Begleiter: GPS Fahrradcomputer im Test

Dadurch, dass moderne Fahrradcomputer ohne zusätzliche Sensoren funktionieren, sind sie vielfältig einsetzbar. Die Geräte im Vergleich dienen unter anderem auch als Begleiter beim Joggen, Wandern, oder als simpler Pedometer.

Goplanet Saturn 100 Fahrrad-GPS
Das Gerät von Goplanet ist im Vergleich der günstigste Fahrradcomuter. Im Lieferumfang ist neben der Fahrradhalterung noch ein USB-Netzteil zum Aufladen, eine Schutzhülle, sowie passende Software samt ausführlicher Anleitung beigelegt. Der Saturn 100 ist wasserdicht nach dem IPX7-Standard und bietet viele verschiedene Funktionen.

Routen können über die Micro-USB-Verbindung vom Rechner auf das tragbare Gerät geladen oder aber unterwegs aufgezeichnet werden. Falls man einer vorgegebenen Route nachfährt, zeigt der Saturn 100 verbleibende Entfernung und Wegzeit bis zum Ziel an. Zusätzlich wird die Geschwindigkeit, der Kalorienverbrauch und die aktuelle Temperatur angegeben. Über den integrierten elektronischen Kompass wird außerdem die Himmelsrichtung angezeigt.

Das Display des Saturn 100 ist zwar übersichtlich, dabei aber nicht wirklich intuitiv. Ein Großteil der Anzeige basiert auf Symbolen und Abkürzungen, die man ohne Blick in die (in Papierform beiliegende) Kurzanleitung nur sehr schwer zuordnen kann. Hat man sich aber erst einmal an die Bedienung gewöhnt, weiß man die Übersichtlichkeit schnell zu schätzen.

Das Goplanet Saturn 100 Fahrrad GPS (84,95 Euro) bietet solide Funktionen für einen fairen Preis. Wer keinen Wert auf eine grafisch anspruchsvolle Benutzeroberfläche legt, sondern einfach nur eine übersichtliche Anzeige und ein verlässliches Gerät haben will, kann mit dem Saturn 100 durchaus glücklich werden.

Ciclo Navic 50 GPS-Fahrradcomputer mit Datenlogger
Das Gerät von Ciclo kostet eine Spur mehr als das von Goplanet. Dennoch muss man schon beim Lieferumfang ein paar kleine Einbußen hinnehmen. So ist der Navic 50 das einzige Gerät im Test, dem kein USB-Netzteil beiliegt. Falls man also nichts derartiges besitzt, muss man den Navic 50 an der USB-Schnittstelle des Rechners aufladen.

Neben dem entsprechenden USB-Kabel ist im Lieferumfang noch eine Fahrradhalterung, sowie eine Kurzanleitung im Scheckkartenformat beigelegt. Ohne diesen Spickzettel kommt man auch nicht sehr weit, da die Tasten in keiner Weise gekennzeichnet sind. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist die korrekte Bedienung dennoch schnell gelernt.

In Sachen Funktionsumfang ähnlet der Navic 50 den Konkurrenzprodukten. Neben grundlegenden Informationen wie Geschwindigkeit, Höhe, oder dem elektronischen Kompass können auch Routen auf den Cico Navic geladen, oder unterwegs aufgezeichnet werden. Die Strecken können darüber hinaus über die mitgelieferte Software CicloGuide verwaltet werden.

Im Vergleich zum Fahrradcomputer von Geoplanet wurde etwas mehr Wert auf die Benutzeroberfläche gelegt. So ist die Anzeige hübscher, deswegen aber nicht unübersichtlicher.

Der Ciclo Navic 50 GPS-Fahrradcomputer (89,95 Euro) von CicloSport bietet alle Grundfunktionen, die man sich von einem Fahrradcomputer erwartet. Wenn man sich an die eigenwillige Bedienung gewöhnt, hat man einen preisgünstigen Begleiter gefunden, der im Alltag seine Aufgaben gut erfüllt.

Garmin Edge 200 Fahrradcomputer
Der Fahrradcomputer vom Navigations-Spezialisten Garmin ist das zweitteuerste Gerät im Vergleich. Das wasserdichte Gehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und präsentiert sich gleich nach Inbetriebnahme ein gutes Stück intuitiver als die billigeren Kollegen.

So wird man durch einen kurzen Einrichtungsassistenten geführt, in dem Sprache, Maßeinheiten, Alter und Gewicht angegeben werden müssen. Der Lieferumfang entspricht dem, der Konkurrenzprodukte. Neben einem USB-Netzteil ist noch eine Fahrradhalterung beigelegt.

So intuitiv wie der Einstieg präsentiert sich auch die restliche Bedienung, die über vier Knöpfe am Displayrand erfolgt. Ein Blick ins beigelegte Handbuch ist kaum notwendig.

Der Funktionsumfang bietet alles, um auch ambitionierte Fahrradfahrer ausreichend zu fordern.  So können sämtliche aufgezeichnete Daten auf Garmins Webportal Connect kostenlos hochgeladen und ausgewertet werden.

Der Garmin Edge 200 (139,95 Euro) ist ein durchdachtes Gerät, das einige sinnvolle Erweiterungen zu den günstigeren Modellen bietet. Besonders in Verbindung mit Garmin Connect macht die Bedienung des Gerätes Spaß und motiviert beim Training.

Holux GR-260 Sport GPS
Das Sport-GPS von Holux ist, wie der Name schon andeutet, nicht nur zum Radfahren gedacht. So sind standardmäßig Rad-, Wander-, Lauf- und Fahrzeugmodus vorhanden. Auch ein Pedometer ist integriert. Beigelegt ist ein USB-Netzgerät, sowie eine Fahrradhalterung.

Das wasserdichte Gehäuse macht einen guten Eindruck und auch die Bedienung ist intuitiv gehalten. Gesteuert wird über einen kleinen Joystick in der Mitte und zwei Auswahltasten. Der wasserdichte GPS-Empfänger ist in der Lage, vorgegebene Routen zu verarbeiten, oder neue aufzuzeichnen. Die Anzeige ist grafisch aufwändiger gestaltet, als bei den anderen Geräten und bietet einen guten Überblick. Verwaltet wird das Ganze über die beigelegte Software ezTour Plus.

Das Holux GR-260 Sport GPS (149,95 Euro) ist zwar das teuerste Gerät im Test, bietet dafür aber auch das überzeugendste Konzept mit einem großen Funktionsumfang. Ein vertrauenswürdiges Gehäuse und eine intuitive Bedienung runden das Sport GPS ab.

Fazit
Die verglichenen Geräte halten jeweils das, was sie versprechen. Wer nur Grundfunktionen wie Geschwindigkeit, Kompass oder Höhenlage braucht, wird auch mit den günstigeren Varianten von Goplanet und Cido glücklich. In Sachen GPS-Qualität und Genauigkeit waren keine nennenswerteren Unterschiede zu den hochpreisigen Varianten feststellbar.

Wer viel Wert auf einen größeren Funktionsumfang oder auf die Qualität der beigelegten Software legt, sollte aber dennoch zu den teureren Geräten von Garmin oder Holux greifen.

Alternative: Smartphone
Mit entsprechenden Apps hat man auch die Möglickeit, das eigene Smartphone zu einem Fahrradcomputer umzurüsten, denn gut wie jedes aktuelle Modell hat ein GPS-Modul integriert. Notwendig ist also nur eine entsprechende Halterung.

Ambitionierten Sportlern ist dies trotzdem nicht unbedingt zu empfehlen, da die getesteten Geräte viel widerstandsfähiger (etwa bei nassem Wetter) und leichter sind, als gängige Smartphones. Nicht zuletzt sind auch die Displays der Fahrradcomputer im Freien weit besser lesbar, als man es vom Handy gewohnt ist.

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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