Science

84 Prozent der Südafrika-Mutation in EU stammen aus Österreich

Die EU-Seuchenkontrollbehörde ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) warnt davor, die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu lockern. Grund dafür seien insbesondere die Mutationen, die einfacher übertragbar sind als die ursprüngliche Variante. Es gibt zudem Hinweise, dass die britische Variante bis zu 60 Prozent tödlicher ist, wie die futurezone berichtet hat.

Laut dem Bericht der ECDC wurde die Südafrikanische Mutation B.1.251 bis 11. Februar in 40 Ländern und in etwa 1.400 Fällen weltweit bestätigt. Auf den Europäischen Wirtschaftsraum belaufen sich etwa 350 Fälle. Das Gros mit 295 Fällen fand sich in Österreich beziehungsweise in Tirol. Damit machen sie 21 Prozent aller weltweiten und 84 Prozent aller nachgewiesenen Südafrika-Mutationen innerhalb der EU aus, wie auch der Ages-Sprecher Roland Achatz auf Twitter mitteilt.

Lage besorgniserregend

Zwar haben laut der ECDC nicht-pharmazeutische Interventionen (NPI), also Kontaktbeschränkungen, Schulschließungen oder Lockdowns generell in mehreren EU-Ländern in den vergangenen Wochen Wirkung gezeigt, die Lage innerhalb der EU und dem Europäischen Wirtschaftsraum sei dennoch weiterhin besorgniserregend, wie in der aktuellen Risikobewertung der Seuchenkontrollbehörde festgehalten ist.

Ratsam seien ergänzende Maßnahmen wie Tests, Kontaktverfolgung, Isolation von Fällen und Quarantäne von Kontakten.

Durch die Corona-Müdigkeit und Anti-Lockdown-Demonstrationen in ganz Europa könnten sich diese diversen Mutationen rascher ausweiten. Derzeit sei das Risiko einer weiteren Verbreitung innerhalb der EU als "hoch" und "sehr hoch" eingestuft.

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