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Übersetzer iTranslate Converse: Hosentaschen-Dolmetscher im Test.

iTranslate Converse verspricht beim Plaudern zu helfen
iTranslate Converse verspricht beim Plaudern zu helfen - Foto: iTranslate
Das Grazer Unternehmen iTranslate verspricht mit seiner neuen App zweisprachige Konversationen direkt zu übersetzen. Wir haben uns den mobilen Dolmetscher angesehen.

Ob im Urlaub, in der Arbeit oder einfach privat zwischendurch: Das Beherrschen von unterschiedlichen Sprachen ist oft von Vorteil. Mit Apps wie Duolingo oder Babbel können Nutzer heute selbst exotische Sprachen vergleichsweise mühelos erlernen und den eigenen Horizont erweitern.

Auch sprachliche Multitalente kommen aber bei der Vielzahl an weitverbreiteten Sprachen konversationstechnisch irgendwann an ihre Grenzen. Das Grazer Unternehmen iTranslate möchte mit seiner App Converse hier Abhilfe schaffen. Mit der Anwendung für Smartphone und Tablet sollen Personen sich ganz natürlich in der Sprache ihrer Wahl unterhalten können, während das Smartphone mithört und übersetzt. Wir haben uns die App angesehen und –gehört.

Großer Sprachkatalog

Wer mit iTranslate Converse die Sprachbarriere durchbrechen möchte, muss sich zu allererst die mit rund 50 Megabyte doch recht schlanke App aus dem Appstore herunterladen. Momentan noch exklusiv für Apple-Geräte verfügbar, soll im Herbst auch für Android eine entsprechende Variante erscheinen.

Was gleich zu Beginn auffällt: Die App konzentriert sich auf das Wesentliche. Ohne langwierige Einführung oder ausschweifender Selbstbeweihräucherung präsentiert uns der digitale Dolmetscher die Fakten. Die an sich kostenlose App bietet eine Pro-Version an, mit der unter anderem unlimitierte Übersetzungen, die Erstellung von Transkripten sowie der Zugang zu anderen Pro-Apps von iTranslate möglich ist.

In Sachen Umfang kommt die Anwendung mit 38 Sprachen an Board. Dazu zählen Englisch, Spanisch und Chinesisch in drei verschiedenen Ausführungen genauso wie Arabisch, Italienisch, Ungarisch oder Katalanisch. Die Handhabung der App ist dabei ausgesprochen einfach: Zuerst wähle ich in einer übersichtlichen Liste die beiden Sprachen aus, zwischen denen übersetzt werden soll. Um dann mit der Konversation beginnen zu können, muss das eigene Smartphone oder Tablet nur noch verkehrt herum gehalten werden.

Plaudern, mehr nicht

Im Test wurde die App mit Englisch, Spanisch, Französisch, Dänisch und Arabisch konfrontiert. Gerade bei den ersten Gehversuchen mit iTranslate werden die meisten von der recht guten Übersetzung verblüfft sein. Diese hält aber nur solange an, bis Wortschatz und Sprachniveau über die Klassiker „Hallo“ und „wie geht es dir?“ hinausgehen.

Um Probleme mit der Akustik zu vermeiden, muss während der gesamten Konversation das Smartphone verkehrt gehalten werden. Dies ermöglicht auch in lauteren Umgebungen eine relativ problemlose Unterhaltung. Um flüssiges Reden zu ermöglichen erkennt die App, welche Sprache gerade zu übersetzen ist und wechselt nahtlos hin und her.

Leider hat aber auch iTranslate noch nicht den heiligen Gral in Sachen Übersetzer gefunden. Während gerade durch die Auto-Switch-Funktion die recht holprigen Konversationen der Konkurrenz übertroffen werden, bleibt das fehlerfreie Übersetzen eine Vision für die Zukunft. Immerhin: Muttersprachler werden in den seltensten Fällen Probleme haben, auch fehlerbehaftete Sätze zu verstehen. Die Angst, durch falsche Übersetzungen beispielsweise jemanden zu beleidigen, schwingt aber doch etwas mit.

Wie die meisten Apps heutzutage bietet auch iTranslate eine Abo-Version für seine Apps. Diese schlägt mit knapp 5 Euro pro Monat oder 40 Euro pro Jahr zu Buche. Oftmals wird iTranslate vor allem für Kurzeinsätze interessant sein. Vor allem im Urlaub wird man dann kaum um ein Abo herumkommen, da die App ansonsten eine permanente Internetverbindung erfordert.

Fazit

Mit dem umfangreichen Sprachkatalog und der schnörkellosen Bedienung bietet iTranslate eine interessante App. Gerade die Auto-Switch-Funktion verleiht Konversationen zumindest etwas Geschwindigkeit. In Sachen Übersetzung hat aber auch der Grazer Hosentaschen-Dolmetscher, wie auch die Konkurrenz von Google und Konsorten, noch Aufholbedarf.

iTranslate Converse ist in der Basisversion kostenlos für iOS verfügbar. Ein Android-Ableger soll im Herbst folgen.

(futurezone) Erstellt am 13.08.2017, 06:00

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