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Apps
08/27/2020

So startet man Android-Apps in Windows 10

Microsoft ermöglicht es in Windows 10 Android-Apps direkt am PC zu starten. Wir zeigen, wie.

von Thomas Prenner

Nutzer von Android-Smartphones müssen ihre Lieblings-Apps nicht nur mehr am kleinen Handy-Display nutzen. So ist es seit kurzem möglich, die Anwendungen unter Windows 10 direkt am Computer auszuführen. Zusatz-Software ist keine notwendig, die Funktionalität ist fester Bestandteil von Windows 10.

Notwendig, um Android-Apps unter Windows zu starten, ist derzeit noch ein Samsung-Handy mit Android 9 oder höher. Grob gesagt sind das Modelle ab dem Jahr 2018. Unterstützt werden nicht nur die Spitzenmodelle der S- bzw. Note-Serie, sondern auch die Mittelklasse-Androiden der A-Reihe.

Eine vollständige Liste der unterstützten Handys gibt es hier. Künftig sollen auch Nicht-Samsung-Phones ab Android 9 das Feature erhalten.

So funktionierts

1) Updates installieren: Zu allererst sollte man checken, ob man über die aktuellste Windows-Version verfügt. Dazu wählt man in den Einstellungen den Punkt "Windows Update" und installiert gegebenenfalls die neueste Aktualisierung. 

2) "Ihr Smartphone" herunterladen: Anschließend muss man den Windows-Store öffnen und die “Ihr Smartphone”-App installieren bzw. falls sie installiert ist, überprüfen, ob sie am letzten Stand ist. 

3) WLAN checken: Sowohl der Windows-10-PC als auch das Handy müssen sich im gleichen Netzwerk befinden.

4) QR Code öffnen: Dann öffnet man die “Ihr Smartphone”-App am PC und wählt aus, dass man über ein Android-Phone verfügt. Anschließend wird dort ein QR-Code angezeigt.

5) Am Smartphone "Link zu Windows" auswählen: Nun muss man den Punkt “Link zu Windows” auswählen. Bei den aktuell unterstützen Samsung-Phones befindet sich jener im Schnelleinstellungsmenü, das man per Pull-Down der Statusleiste öffnet.

6) Berechtigungen erteilen: Dann scannt man den QR-Code mit dem Handy. Anschließend muss man am Handy der App noch allerlei Berechtigungen erteilen, damit man auf seinem PC auch Zugriff auf Benachrichtigungen, SMS und ähnliches hat. 

7) Apps finden: Auf dem PC wird dann das eigene Handy unter “Ihr Smartphone” angezeigt. Um Apps zu starten, muss man den Menüpunkt “Apps” aufrufen. Dort finden sich alle auf dem Handy installierten Anwendungen. Man kann sie entweder durchscrollen oder per Suchfunktionen finden.

8) App starten: Klickt man eine der Apps an, öffnet sich ein Fenster am PC, wo man die Anwendungen bedienen kann. Sie verhält sich dabei genauso wie am Handy. Wer möchte, kann sich einzelne Apps auch an das Windows-Startmenü oder an die Taskleiste heften. Aktuell kann man bei den meisten Handys immer nur ein Fenster mit einer App gleichzeitig am PC laufen haben. Nur einige Premium-Modelle, wie etwa Samsungs Galaxy Note 20 (hier zum futurezone-Test), erlauben das gleichzeitige Ausführen mehrerer Apps am PC.

9) Steuerung: Bedient wird naturgemäß mit der Maus bzw. mit der Tastatur, wenn man Texte tippt. Dabei verhält sich der Touchscreen wie folgt:
Einfacher Klick - einfacher Tap
Doppelklick - Doppel-Tap
Klicken und Ziehen - Drag-Funktion
Rechtsklick - Zurück-Button
Mausrad - Scrollen am Handy

10) Die Apps laufen nicht wirklich auf dem PC: Bei der Funktion sollte man bedenken, dass die Software nichts anderes tut, als den Smartphone-Screen zu spiegeln. Die Apps laufen also nicht am PC, sondern am Handy und es wird nur der Bildschirm übertragen. 

11) Home-Screen öffnen: Wenn man keine bestimmte App, sondern einfach nur sein Handy-Display spiegeln möchte, kann man dazu einfach den Menüpunkt “Telefonbildschirm öffnen” auswählen. Dabei kann es passieren, dass der Screen gesperrt ist. Wer nicht den Fingerabdruckscanner am Handy betätigen möchte, muss dann per Maus seinen Zahlencode eingeben. 

12) Akku im Auge behalten: Die Nutzung von Apps am PC verbraucht viel Akku am Handy. Erschwerend kommt hinzu, dass das Handy-Display - zumindest im futurezone Test - während der Bedienung über den PC permanent aktiv war. Es zeigte einen dunklen Bildschirm mit dem Hinweis “Link zu Windows”. Das verbraucht bei OLED-Screens zwar in der Regel nicht besonders viel Strom, ins Gewicht fällt es aber trotzdem.

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