Apps
09.11.2014

Zuckerberg erklärt den Zwang zur Facebook Messenger-App

Über die Gründe, warum Facebook-User dazu gezwungen wurden, die Messenger-App zu installieren, gab es bislang nur Spekulationen. Nun hat Mark Zuckerberg die Antworten dafür.

Seit Mitte des Jahres ist es nicht mehr möglich die Chat-Funktion innerhalb der mobilen Facebook-App zu nutzen. Wer den Menüpunkt “Nachrichten” ansteuert, wird an die hauseigene Messenger-App weitergeleitet. Dass innerhalb der Facebook-App kein versenden von Nachrichten mehr möglich ist und dafür eine eigene App installiert werden muss, hat viele Nutzer verärgert und erzürnt.

Über die Hintergründe dieser Änderung gab es bislang nur Spekulationen. Eine ausreichende Erklärung für den Zwang zur Facebook Messenger-App blieb aus. Nun hat sich Facebook CEO Mark Zuckerberg in einer Question-Answer-Session ausführlich dazu geäußert und die Gründe geschildert, wie es dieser Umstellung gekommen ist.

Auf eine Sache fokussiert

“Von der gesamten Facebook-Community zu verlangen, dass sie eine neue App installieren müssen, ist eine große Bitte”, sagte Zuckerberg, “Wir wollten das machen, weil wir glauben, dass damit ein besseres Erlebnis ermöglicht wird. Messaging wird immer wichtiger. Und wir glauben, dass auf mobilen Geräten jede App nur wirklich gut funktioniert, wenn sie auf eine einzige Sache fokussiert ist.”

Für Zuckerberg liegt die Hauptaufgabe der Facebook-App in der Darstellung des Newsfeeds. Allerdings nutzten immer mehr Menschen die App um damit Nachrichten zu verschicken.

“Jeden Tag werden über zehn Milliarden Nachrichten verschickt. Um in die Nachrichten-Funktion der App zu kommen, musste man warten, bis die App geladen wurde und anschließend konnte man erst den Nachrichten-Tab ansteuern”, sagte Zuckerberg. “Wir haben erkannt, dass die besten und beliebtesten Messaging-Apps nur eine Aufgabe hatten. Sie waren schnell und nur dafür da, Nachrichten zu verschicken.”

Ärger nur von kurzer Dauer

Dass es die User verärgern würde, wenn sie dazu gezwungen werden, eine neue App herunterzuladen, war Zuckerberg von vornherein klar. Jedoch sei der Ärger nur von kurzer Dauer. Langfristig gesehen, werden die Nutzer allerdings profitieren, weil beide Apps dadurch besser werden, so Zuckerberg.

“Warum wir die User nicht selbst haben aussuchen lassen, ob sie die App installieren wollen oder nicht? Weil wir Dienstleistungen anbieten wollen, die für alle gleich gut sind. Weil die Facebook-Messenger-App auf Nachrichten fokussiert und dadurch schneller ist, kann man damit wesentlich rascher Nachrichten schreiben und beantworten. Wenn die Freunde viel langsamer beim Beantworten sind, wird man vielleicht nicht in der Lage sein, sich zu treffen.”

Die besten Messenger-Apps

1/23

Line

GroupMe

Threema

myEnigma

Hemlis

Whistle.im

Viber

Kik Messenger

KakaoTalk

WeChat

Tango

Cubie

Hike

Nimbuzz

Voxer

BlackBerry Messenger

Google Hangouts

Trillian

Snapchat Webseite Zwei Frauen fotografieren sich mit Smartphone.

Facebook Messenger

ChatOn

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