B2B
05.06.2013

Amazon will Lebensmittelgeschäft ausweiten

Lebensmittel über das Internet bestellen und an die Haustür geliefert bekommen - dieses Geschäftsmodell hat Amazon während der letzten Jahre in Seattle getestet. Nun soll das Prinzip auf weitere Städte in den USA und im Ausland angewendet werden.

AmazonFresh, so der Name der Lebensmittelsparte des Onlinehändlers, gibt es in Seattle bereits seit über fünf Jahren. Wie Reuters berichtet, werden Eier, Erdbeeren oder Fleisch mit Amazons eigenen Lieferwagen zu einzelnen Haushalten gebracht. Insiderquellen verraten nun, dass AmazonFresh 2014 auf weitere 20 Städte ausgeweitet werden soll, einige davon auch außerhalb der USA.

Während Amazon neue Einnahmequellen sucht, fürchten klassische Lebensmittelhändler und kleinere Lieferunternehmen in den USA Einbußen. Auch Lieferdienste wie UPS oder FedEx, die Amazons Produkte bisher auslieferten, sind wenig angetan von der Aussicht auf eine eigene Amazon-Lieferflotte. Skeptiker meinen unterdessen, Amazon unterschätze das Lebensmittelgeschäft und damit verbundene laufende Verluste, etwa durch abgelaufene Ware.

Amazon-Chef Jeff Bezos ist von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt. Das AmazonFresh-Team habe während der vergangenen Monate bedeutende Fortschritte in der Wirtschaftlichkeit gemacht, meinte er bei einem  Stakeholder-Treffen im Mai: "Sie haben eine Menge Experimente durchgeführt und versucht, die richtige Mischung aus Kundenerlebnis und Ökonomie zu finden."

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