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B2B
05/01/2017

Apple hat 250 Milliarden Dollar auf der hohen Kante

Der iPhone-Hersteller verfügt nach Berechnungen des „Wall Street Journal“ über Barreserven von 250 Milliarden Dollar. Das weckt Spekulationen über Übernahmen.

Am Dienstag nach US-Börsenschluss wird Apple seien Quartalszahlen verkünden. Laut dem „Wall Street Journal“ hat der iPhone-Hersteller mittlerweile 250 Milliarden Dollar an Barreserven angehäuft. Das sei mehr als der Marktwert der US-Handelskette Wal-Mart oder des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, schreibt die Zeitung.

Spekulationen über Zukäufe

Mehr als 90 Prozent seiner Geldreserven hat Apple außerhalb der USA geparkt. Das hat nicht nur die Begehrlichkeiten der Trump-Administration geweckt, die mit steuerlichen Begünstigungen Konzerne zur Rückführung ihrer Gelder in die USA bewegen will, heißt es bei Ars Technica. Laut dem „Wall Street Journal“ könnte Apple mit seinen Geldreserven auch Übernahmen in Angriff nehmen. Genannt werden etwa Tesla, das mit 51 Milliarden Dollar bewertet wird, und Apple bei der Entwicklung selbstfahrender Autos zur Hand gehen könnte. Auch Netflix wäre laut Finanzexperten für Apple von Interesse. Der Streaming-Anbieter wird mit 65 Milliarden Dollar bewertet und könnte Apple helfen, sich am Streaming-Markt gegen Amazon durchzusetzen.

Apple hat allerdings auch 88 Milliarden Dollar Schulden, die aus Ausschüttungen an Anteilseigner resultieren. Aber auch mit der verbleibenden Summe stellt der Konzern aus Cupertino die Konkurrenz aus dem Techsektor in den Schatten. Das zweitreichste Techunternehmen ist laut Ars Technica Microsoft, das - Verbindlichkeiten nicht eingerechnet - über Reserven von 126 Milliarden Dollar verfügt.