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Salesianer Miettex
08/08/2011

Barcodes zur Wäsche-Überwachung

100 Wäscheteile pro Sekunde werden beim Miettextil-Unternehmen Salesianer Miettex mit Barcode-Scannern erfasst. Insgesamt werden pro Tag zirka 350 Tonnen Wäsche bearbeitet. Damit die Wäsche auch wieder dort ankommt, wo sie herkommt, ist ein ausgefeiltes IT- und Logistik-System notwendig. Dieses wird im Laufe des kommenden Jahres umgestellt. Die futurezone hat der Wiener Zentrale im 14. Bezirk einen Besuch abgestattet.

von Barbara Wimmer

Im weißen Arbeitsmantel eines Angestellten ist neben seinem Namen und dem Firmenlogo auch noch ein Barcode eingenäht, der sich direkt unter dem Kragen befindet. Bei Overalls oder Latzhosen befindet sich der Barcode an unterschiedlichen Stellen, bei Bundhosen etwa auf der Außenseite des Hosenbundes. "Der Kunde soll beim Tragekomfort nicht beeinträchtigt werden. Im Verarbeitungsprozess muss der Code schnell gefunden werden und einfach lesbar sein", erzählt Martin Aron, IT-Bereichsleiter bei Salesianer Miettex.

Das Wiener Familienunternehmen ist Marktführer im Bereich Miettextilien. Es stellt Arbeits- und Berufskleidung für Gesundheitseinrichtungen, Industrie, Gewerbe und Handel sowie für Hotel- und Gastronomie-Betriebe her und vermietet diese. Die Kleidungsstücke, Handtücher und Stoffservietten werden mittels chemo-thermisch desinfizierenden Waschverfahren gereinigt und sind dadurch hygienisch sauber.

Barcode zur Wäsche-Überwachung
Die Berufskleidung besteht dabei aus mindestens drei Garnituren. Eine davon wird getragen, eine dient als Reserve und die dritte befindet sich in der Wäscherei. "Das Unternehmen braucht sich in der Regel nicht darum kümmern", erklärt Aron die Vorteile von Miettextilien. Wenn die Stücke in der Wäscherei landen, werden als erstes die Taschen geleert und die Wäschestücke mittels Barcode eingescannt. Das geht relativ schnell und "dadurch ist genau nachvollziehbar, wo sich die Wäsche jedes einzelnen Kunden gerade befindet", beschreibt Aron.

Das gemietete Wäschestück kann im Wäscherei-Kreislauf zwar nach wie vor verloren gehen, aber man kann "sofort entsprechend reagieren", wenn so etwas passiert, erzählt Aron. Die Wäsche landet nach dem Sortieren als erstes in gigantischen Waschmaschinen mit einem Fassungsvolumen von bis zu 190 Kilogramm Trockenwäsche.

Die Dosierung der waschaktiven Substanzen ist dabei voll automatisiert. Für besonders stark verschmutzte Wäsche gibt es ein eigenes Reinigungsprogramm. Im Anschluss werden die Wäschestücke einzeln von Angestellten auf mit Barcodes versehenen Wäschebügel abgelegt und danach automatisch weiter transportiert. Die Wäschebügel winden sich "wie von Geisterhand" in den nächsten Stock, um dort von Menschen auf Flecken oder Fehler kontrolliert zu werden.

Neue IT-Lösung
Durch die Barcodes, die sowohl am Wäschestück als auch am Bügel angebracht sind, lässt sich die Kleidung tatsächlich exakt nachverfolgen. All diese Prozesse werden derzeit noch über eine Individuallösung von T-Systems gesteuert und sollen im Laufe des kommenden Jahres umgestellt werden. 19 Betriebe, davon 11 alleine in Österreich, mit rund 2200 Mitarbeitern werden zukünftig zentral von einem Server aus im T-Center Wien betreut. Statt der Individualsoftware werden künftig SAP und die Logistiksoftware ABS Laundry Business Solutions eingesetzt.

"Wir wollen damit unseren Wettbewerbsvorteil auf dem Markt erhalten. Die Kombination der beiden Systeme ermöglicht uns außerdem ein rasches Agieren. Durch den zentralen Server werden auch Kosten eingespart", erklärt Aron. SAP würde zudem als Kundenschnittstelle benötigt. "Unsere Wäscheanforderungen werden über ein elektronisches Bestellsystem abgewickelt, daher ist es wichtig, dass man die gesamte Kette von der Bestellung bis zur Lieferung und zur Rechnungserstellung mit dem Kunden elektronisch abbilden kann."

Wettbewerbsvorteile
Bis die ersten Betriebe umgestellt sind, wird es insgesamt knapp zwölf Monate dauern. Derzeit wird die neue IT-Lösung bei Salesianer Miettex im Haus getestet und vorbereitet. "Künftig kann man auf das neue System von allen Standorten aus zugreifen", erklärt Dieter Kögler, Key Account Manager bei T-Systems.

Für die Ausfallsicherheit soll dabei der Oracle RAC (Real Application Cluster) sorgen. Zudem werden die Daten in einem zusätzlichen Datenzentrum in Wien gespiegelt, erklärt Kögler. Das Ziel von Salesianer Miettex ist es, mit dieser Umstellung seine Marktführerschaft langfristig auszubauen. "Die verlässliche Stützung mit IT ist heute ein Wettbewerbsvorteil und in Zukunft unerlässlich", ist Josef Dutter, Geschäftsführer von Salesianer Miettex, überzeugt.

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