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B2B
09/10/2014

Börse: Rocket Internet will 750 Millionen Euro einnehmen

Das deutsche Internetunternehmen Rocket Internet gibt den Startschuss für seinen Börsengang. 15 Prozent der Unternehmensanteile sollen am Aktienmarkt platziert werden.

Das Volumen der Emission liegt damit bei rund 750 Millionen Euro. Das ist mehr als zuletzt in Finanzkreisen erwartet worden war. Das Geld solle in weiteres Wachstum fließen, teilte Rocket am Mittwoch mit. Geplant sei zunächst eine Notierung im unregulierten Frankfurter Entry Standard. Von der Ankündigung bis zum ersten Handelstag vergehen in der Regel vier Wochen.

Hinter Rocket Internet stehen unter anderem die Internet-Unternehmer Oliver, Alexander und Marc Samwer. Die Holding ist mit ihren jungen Firmen von Online-Möbelhändlern über Essens-Lieferdienste bis zu Zahlungsabwicklern in 102 zum Teil exotischen Ländern aktiv - nur nicht in den USA und in China.

Mit Kopien erfolgreich

Die Samwers kopieren oft bewährte Online-Geschäftsmodelle. Das verhilft ihnen zu einer hohen Erfolgsquote. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Rocket Internet öfter als bislang Mehrheitsbeteiligungen an seinen Neugründungen behalten. Der Börsengang wird von JP Morgan, Morgan Stanley und Berenberg organisiert.

Erst in der vergangenen Woche hatte das Schwester-Unternehmen Zalando seine Börsenpläne offiziell gemacht. Damit könnten in Kürze die beiden
größten Internet-Börsengänge in Deutschland seit den Zeiten des Neuen Marktes über die Bühne gehen.