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B2B
04/30/2019

Chinesische Firma schimpft auf Times-Square-Reklame über Tesla

Einer von Teslas größten Abnehmern in Asien greift nun zu drastischen Mitteln, um sich über die Qualität der Autos zu beschweren.

Der chinesische E-Auto-Vermittler Shenma Zhuanche – auch bekannt unter dem Namen iUnicorn - hat eine riesige Anzeige auf dem New Yorker Times Square gemietet, um sich über Tesla zu beschweren. Wie die staatliche Tageszeitung Global Times zuerst berichtete, hat sich das Unternehmen eine Anzeige auf den Screens der Reuters-Zentrale gekauft, mit der die Qualität der Tesla-Autos kritisiert wird.

Die Firma vermittelt auf ihrer Online-Plattform Autos und ist mit 278 gekauften Teslas der größte Kunde von Tesla im Raum Asien-Pazifik. In einem entsprechenden Post in dem chinesischen Online-Netzwerk Weibo ist zu lesen, dass 20 Prozent seiner Tesla-Flotte elektromechanische Probleme aufweist. Die Reparaturen dauerten im Schnitt 45 Tage und kosteten 6,5 Millionen Yuan, was in etwa 860.000 Euro entspricht.

„Reparier es“

Auf den riesigen Anzeigen wurde Tesla in Mandarin aufgefordert, es zu „reparieren“, zu „kompensieren“ und es "zuzugeben". Lange war die Beschwerde nicht auf dem Times Square zu sehen, nach 30 Minuten verschwand die Anzeige wieder. Warum werde laut einem Bericht bei Quartz gerade von dem chinesischen Unternehmen untersucht. In der kurzen Zeit gelang es nichteinmal, ein Foto von der Schaltung zu machen. Die verbreiten Aufnahmen sind lediglich computergeneriert.

In dem Weibo-Post erklärt das Unternehmen, dass es sich erhoffe, dass sich Tesla schneller um die Probleme kümmert, wenn man sie publik mache. Bereits zuvor habe man versucht, mit Tesla Kontakt aufzunehmen. Jedoch habe das E-Auto-Unternehmen eine schlechte interne Kommunikation und die Beschwerden würden zu lange dauern. 

Wie viel Shenma Zhuanche für die Einschaltung auf dem Times Square bezahlt hat, war vorest nicht bekannt. Tesla wollte die Aktion nicht kommentieren.