German Transport Minister Alexander Dobrindt

© REUTERS/STEFANIE LOOS

Deutschland
09/23/2014

Dobrindt: Google fordert soziale Marktwirtschaft heraus

Alexander Dobrindt, der deutsche Verkehrsminister und Zuständige für digitale Infrastruktur, ist besorgt über die Vormachtstellung von US-Internetkonzernen wie Google.

Die deutsche Bundesregierung sieht die Vormachtstellung von US-Internetkonzernen mit Sorge. "Die Geschichte von Google und Co ist ganz handfest mit einer Herausforderung für die soziale Marktwirtschaft verbunden", sagte der für digitale Infrastruktur zuständige Verkehrsminister Alexander Dobrindt am Dienstag beim Tag der Deutschen Industrie in Berlin.

"Es geht im Kern um die Frage, ob wir ein Monopol zulassen oder Wettbewerb entgegen stellen."

Der Wettbewerb um die Daten sei wahrscheinlich schon verloren. Jetzt gehe es darum, die Auseinandersetzung um die Vernetzung von Maschinen erfolgreich zu gestalten. "Diese würde ich im Sinne Europas gerne gewinnen gegen die anderen", sagte der CSU-Minister. Die Wertschöpfung daraus dürfe nicht "den Amerikaner und Chinesen" überlassen werden. "Wir brauchen ein Gegengewicht zu den bekannten Namen", sagte Dobrindt.

EU-Wettbewerbsrecht

Zuvor hatte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel eine Änderung des EU-Wettbewerbsrechts im IT-Bereich gefordert. "Im Wettbewerbsrecht müssen wir Änderungen vornehmen, damit auch globale Unternehmen in Europa entstehen können und wir uns nicht völlig verzetteln und zerspalten", sagte sie auf derselben Tagung mit Blick auf die Zersplitterung etwa des Telekommunikationsmarktes in der EU. Zugleich forderte Merkel, dass die Diskussion über die weitere Entwicklung von "Big Data" nicht nur mit Blick auf den Datenschutz geführt werden dürfe. Mit der angestrebten EU-Datenschutzgrundverordnung könne das Fundament dafür gelegt werden, dass auch europäische Firmen aus den immer stärker anfallenden Datenmengen neue Produkte entwickelten.

Die deutsche und europäische Industrie stehe angesichts der digitalen Entwicklung unter enormem Druck, sagte die Kanzlerin. In den kommenden drei bis fünf Jahren werde sich entscheiden, ob die deutsche Industrie es schaffe, die IT-Technik in ihre Produktion zu integrieren oder ob die industrielle Wertschöpfung an die IT-Giganten in anderen Ländern verloren gehe.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.