B2B
01/04/2012

Elektronikkette "vergisst" Lizenzen

Der britische Elektronikhändler Comet soll insgesamt 94.000 Windows-Kopien ohne Erlaubnis beigelegt haben

Die britische Elektronikkette Comet soll knapp 94.000 illegale Kopien von Windows Vista und Windows XP hergestellt und an seine Kunden weitergegeben haben. Nun verklagt Microsoft die ohnehin bereits angeschlagene Kette, die vergangenes Jahr für 2 Pfund an eine Investmentfirma verkauft wurde, auf Schadenersatz. Die Kopien wurden Microsoft zufolge in einer Fabrik in Hampshire hergestellt und Komplettsystemen wie PCs und Laptops als Wiederherstellungs-CDs beigelegt.

Grobes Mißverständnis
Offenbar hatte Microsoft zuvor keine Wiederherstellungs-CDs mehr ausgegeben und Comet stellte kurzerhand eigene her, die den Systemen beigelegt wurden - unerlaubterweise, wie sich nun herausstellt. "Comets Vorgehensweise war unfair gegenüber ihren Kunden. Wir erwarten uns besseres von Microsoft-Händlern - und unsere Kunden verdienen auch besseres.", sagte David Finn, Microsofts Anwalt und Verantwortlicher für Produktpiraterie. Comet gab an, "im Interesse der Kunden gehandelt zu haben" und meint dass man seine "Position energisch verteidigen werde".