B2B
20.10.2018

e*message vs. iMessage: Deutscher verklagt Apple

Einem deutschen Mittelständler ist Apples iMessage ein Dorn im Auge. Jetzt wendet er sich vor Gericht gegen den Tech-Giganten.

Der Berliner Unternehmer Dietmar Gollnick hat beim Landgericht Braunschweig eine Klage gegen Apple eingereicht. Grund dafür ist laut Gollnick die Bezeichnung des Messengerdienstes iMessage, den Apple seit 2012 betreibt. Diese ähnele zu sehr dem Namen des Pager-Services e*message, den der Unternehmer bereits 2000 gründete. Krankenhäuser, Notdienste und Feuerwehren nutzen das Angebot, um sich über aktuelle Noteinsätze zu informieren.

Klage gegen iMessage möglicherweise erfolgreich

Obwohl e*message nicht für den Endverbraucher gedacht ist, sei er jedoch im Kern, genauso wie iMessage, ein Nachrichtendienst. Daher sei die Namengleichheit laut Gollnick nicht akzeptabel. Wie der Spiegel berichtet, hat das Landgericht Braunschweig bereits angedeutet, dass die Klage des Deutschen durchaus Erfolg haben könnte. Ausschlaggebend hierfür sei, dass sein Dienst wesentlich länger am Markt ist als der von Apple. Das Unternehmen wollte sich nicht zu dem Verfahren äußern. Ein Urteil könnte bereits im November fallen.