© Scott Applewhite, AP

USA
09/22/2011

Ex-Google-Chef: "Suchergebnisse nicht frisiert"

Der ehemalige Chef des Internet-Unternehmens Google, Eric Schmidt, hat bei einer Anhörung vor dem US-Senat am Mittwoch Vorwürfe zurückgewiesen, wonach die weltweite Nummer eins auf dem Suchmaschinenmarkt ihre Position ausgenutzt hat.

Die Suchergebnisse seien nicht "frisiert" worden, um eigene Produkte und Listings in den Vordergrund zu stellen, sagte Schmidt am Mittwoch bei einer Anhörung im Unterausschuss des US-Senats für Kartellfragen. Zugleich versicherte der langjährige Google-Chef und heutige Verwaltungsratsvorsitzende, dass Google sich zunehmender Konkurrenz erwehren müsse.

Als Beispiele nannte er Reise-Suchportale, Schnäppchenanbieter und das Online-Netzwerk Facebook. "Konsumenten, vor allem die jungen, wenden sich zunehmend an ihre Online-Freunde, um herauszufinden, was getragen, gegessen und angeschaut wird." Schmidt trug seine Argumente bei der Anhörung ruhig vor und gab sich gelassen: "Obwohl kein Unternehmen um Regierungsermittlungen bitten würde, sind wir zuversichtlich, dass unsere Geschäftspraktiken genauen Prüfungen standhalten."

Ermittlungen
Zuvor hatten Senatoren Kritik an Google geübt. Dem von Mitgründer Larry Page geleiteten Konzern wird vorgeworfen, Rivalen mit seiner Dominanz gezielt auszubremsen. Die Kartellbehörde FTC hat deswegen sowie wegen des Vorwurfs der Manipulierung von Suchergebnissen zugunsten der eigenen Produkte Ermittlungen aufgenommen. Der Internet-Konzern kontrolliert etwa zwei Drittel des weltweiten Suchmaschinenmarktes.

"Google ist in der Position, darüber zu bestimmen, wer im Internet erfolgreich ist und wer versagt", sagte der Republikaner Mike Lee. Als Beispiel nannte Lee die Auflistung von Preisvergleichen verschiedener Shopping-Portale. Während Googles eigenes Angebot immer auf Position drei lande, variiere die Auflistung von Konkurrenten wie Nextag, PriceGrabber und Shopper.

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