B2B
01.03.2012

Facebook lässt Werbung auf Mobilgeräten zu

Erstmals will das Social Network Werbung in die News-Feeds von mobilen Nutzern einfließen lassen und damit vor dem geplanten Börsengang eine neue Einnahmequelle erschließen. Unternehmer erhalten mit "Premium Offers" neue Marketing-Möglichkeiten.

Kurz vor dem geplanten Börsengang kurbelt das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook sein Geschäft an. Auf einer Veranstaltung mit hunderten Werbespezialisten in New York kündigte das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen am Mittwoch an, künftig Werbung auf mobilen Geräten zuzulassen.

Bisher war das mobile Facebook werbefrei - und wirft damit praktisch kein Geld ab. 425 Millionen Nutzer und damit etwa die Hälfte aller Facebook-Fans halten sich aber über ihr Smartphone über die Geschehnisse in ihrem Online-Freundeskreis auf den Laufenden. Damit lockt eine riesige Einnahmequelle für Facebook.

Vorerst keine grafischen Anzeigen im Mobil-Bereich
Erst am Vortag hatte der Kurznachrichtendienst Twitter seine Pläne für die Werbung auf mobilen Geräten verkündet. Smartphones boomen weltweit, und damit auch die Möglichkeiten für Facebook und andere, hier Geld zu verdienen. Laut US-Medien soll es auf dem mobilen Facebook vorerst keine grafischen Anzeigen geben, Werbe-Texte sollen allerdings unter anderem in den News-Feeds der Facebook-Nutzer auftauchen.

Premium Offers
Marketern bietet Facebook in Zukunft so genannte "Premium Offers" an. Dabei handelt es sich um Instrumente, die Werbebotschaften "öfter vor ein größeres Publikum bringen”, so Mike Hoefflinger, der Verantwortliche für globales Business-Marketing bei Facebook laut einem Bericht von TheNextWeb. Unternehmen sollen ihre Profile mit eigenen Timelines näher an die Facebook-Auftritte natürlicher Personen annähern. Mit dem neuen "Reach Generator" will Facebook seinen Werbekunden dazu garantieren, dass 75 Prozent der eigenen Fans die Botschaften einer Marke zu Gesicht bekommen.

Facebook steht unter dem Druck, genügend Investoren für seinen Börsengang zu gewinnen. Nach bisherigen Plänen will das Unternehmen mit der Aktienplatzierung 5 Milliarden Dollar (3,72 Mrd. Euro) einnehmen. Zusammen mit den Anteilen, die bei den Alteigentümern wie Zuckerberg verbleiben, wird der gesamte Firmenwert auf 100 Milliarden Dollar taxiert.