B2B
16.06.2015

Fitbit will mehr Geld bei Börsengang einnehmen

Fitbit muss sich mitten in den Börsen-Vorbereitungen von zwei Klagen des Rivalen Jawbone auseinandersetzen. Das Interesse an der Aktie scheint es nicht zu beeinträchtigen.

Der Börsengang des Fitness-Spezialisten Fitbit wird deutlich größer als zunächst geplant. Das Unternehmen aus San Francisco schraubte am Dienstag die Preisspanne für die Aktie auf 17 bis 19 Dollar hoch. Damit könnte Fitbit bis zu 425,4 Millionen Dollar einnehmen. Das wären über 67 Millionen Dollar mehr als bei der ursprünglichen Spanne.

Zudem wollen bisherige Fitbit-Aktionäre deutlich mehr Aktien verkaufen: gut 12,1 Millionen statt der bisher vorgesehenen 7,46 Millionen Anteilsscheine. Damit könnte der Börsengang insgesamt 753 Millionen Dollar schwer werden - über 200 Millionen Dollar mehr als vor zwei Wochen geplant war.

Fitness-Armbänder

Fitbit ist vor allem für seine Fitness-Armbänder bekannt, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. Zuletzt baute das Startup die Produktpalette mit einem Band mit Herzfrequenz-Sensor sowie einer Sport-Uhr aus. Der Börsenprospekt enthüllte, dass Fitbit profitabel arbeitet. Allerdings wuchs zuletzt auch die Konkurrenz mit dem Start der Computeruhr Apple Watch, die ebenfalls stark auf Fitness-Funktionen ausgerichtet ist.

Der Konkurrent Jawbone überzog Fitbit in den vergangenen Wochen mit zwei Klagen. Jawbone wirft Fitbit vor, über das Abwerben von Mitarbeitern Geschäftsgeheimnisse abzugreifen und drei Patente zu verletzen. Das Interesse an der Aktie scheint davon jedoch nicht beeinträchtigt worden zu sein.