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Produktionsstrategie
05/09/2012

Foxconn will Arbeiter durch Roboter ersetzen

Dass das taiwanesische Technologie-Unternehmen seine Produktion für Unternehmen wie Apple, HP und Dell zukünftig mithilfe von einer Million Roboter durchführen will, hatte im Sommer vergangenen Jahres für Aufregung gesorgt. Ein US-amerikanischer Roboterexperte hat die damals geäußerten Ambitionen nun bestätigt.

Das Unternehmen lasse derzeit bereits ein Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie ein Fertigungswerk für die Roboterproduktion bauen. Bis zu

sollen bis zum Jahr 2014 in Foxconn-Werken eingesetzt werden. Dasberichtetdas Branchenmagazin „Produktion“ mit Verweis auf den US-Robotik-Insider Frank Tobe, der erfahren haben will, dass die entsprechenden Forschungs- und Fertigungsstätten bereits umgesetzt werden.

Patentstreitigkeiten vorprogrammiert
Das nötige Know-how sollen westliche Roboterexperten liefern. Als wahrscheinlich gilt auch, dass Foxconn am Markt verfügbare Roboter einkauft, diese zerlegt und die entsprechenden Teile für seine eigenen Roboter nachahmt. Laut Tobe seien Patentstreitigkeiten damit vorprogrammiert, zumal Foxconn die geplanten Roboter nicht nur in den eigenen Produktionsstätten einsetzen, sondern in einem zweiten Schritt auch am Markt vermarkten will.

Mit Foxconn, das in den vergangenen Jahren stark vom Erfolg der Apple-Produkte profitiert hat, gleichzeitig aber auch viel Kritik an den Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken einstecken musste, würde der Robotikbranche mit einem Schlag ein neuer starker Konkurrent erwachsen. Roboter-Hersteller wie ABB, Kuka und Fanuc Robotics müssten sich warm anziehen, zeigt sich Tobe überzeugt.

Erst 10.000 Roboter im Einsatz
Zurzeit verfügt Foxconn über rund 10.000 Roboter, bis Ende 2012 soll diese Zahl auf 300.000 wachsen. Bis 2014 plant das Unternehmen, diese Zahl auf eine Million Arbeitskräfte aufzustocken. Derzeit arbeiten rund 1,2 Millionen Menschen bei Foxconn, eine Millionen davon auf dem chinesischen Festland. In der Vergangenheit wurde das Unternehmen wiederholt von Selbstmord-Serien unter seinen Arbeitern erschüttert.

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