Die Software AG ist hinter SAP die Nummer Zwei auf dem deutschen Software-Markt

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Ergebnis
01/28/2015

Gewinnrückgang bei der deutschen Software AG

Verzögerungen bei Großprojekten kosteten den deutschen Software-Hersteller einige Millionen. Das Unternehmen konzentriert sich vor allem auf B2B-Lösungen.

Deutschlands zweitgrößter Softwareanbieter Software AG hat nach Verzögerungen bei Großprojekten 2014 weniger verdient. Der Gewinn unter dem Strich sank auf 110,6 Millionen Euro (Vorjahr: 134,0 Mio Euro), teilte das Darmstädter Unternehmen am Mittwoch mit. Der Umsatz ging auf 857,8 Millionen Euro (2013: 972,7 Mio Euro) zurück. Im Sommer 2014 hatte das Unternehmen nach einem schwachen zweiten Quartal die Jahresprognose kassiert. Neben den Problemen bei Großprojekten machte besonders die Entwicklung der Erlöse für Softwarelizenzen den Darmstädtern Sorgen.

Wachstum angepeilt

In der wichtigen Geschäftsprozesse-Sparte BPE gingen die Erlöse zurück. Für das laufende Jahr wird im BPE-Geschäft wieder ein deutliches Wachstum angepeilt. In der Sparte kommt es wegen der Verlagerung auf große Vertragsabschlüsse häufiger zu Verzögerungen. Die Software AG bietet hier die Verzahnung unterschiedlicher Software bei Kunden an - profitiert also etwa von Fusionen anderer Unternehmen, wenn die Computersysteme der beteiligten Gesellschaften zusammengeführt werden.
In der angestammten Datenbanksparte ETS rechnet das Unternehmen aber weiter mit Rückgängen, diesmal zwischen 8 und 14 Prozent. Hier lag der Umsatz 2014 bei 245,3 Millionen Euro (2013: 274,5 Mio Euro).

Die Zahl der Beschäftigten ging zurück. Ende 2014 beschäftigte die Software AG konzernweit 4421 Mitarbeiter, ein Jahr zuvor waren es noch 5238.