© Ap Paul Sakuma

Leistungsschutzrecht
04/10/2014

Google fordert deutsche Verlage zur Kooperation auf

In einem Gastbeitrag der FAZ bittet Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt die Verlage um Kooperation statt unnötiger Maßnahmen wie das Leistungsschutzrecht.

Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt hat die Presseverlage in Deutschland zu einer Zusammenarbeit mit Google aufgefordert. In einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe) verwies Schmidt auf die „profitable Partnerschaft“ von Google mit dem Axel Springer Verlag zur automatisierten Vermarktung von Werbeplätzen im Web und auf Mobilgeräten.

Gegen Leistungsschutzrecht

Gleichzeitig kritisierte der ehemalige Konzernchef die Versuche von Pressehäusern, Google wegen der Verwendung von Verlagsinhalten in Diensten wie Google News zur Kasse zu bitten. „Andere Verlage scheinen (...) leider noch immer zu glauben, dass ihre Zukunft im Ruf nach plumper Regulierung liegt, indem man Gebühren für Links zu ihren Artikeln verlangt oder Wettbewerbsklagen gegen Facebook, Amazon und uns anstrengt.“

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) ermöglicht in Deutschland den Verlagen, eine Lizenzgebühr für die Veröffentlichung von Zeitungsartikeln im Web zu erheben. Suchmaschinen dürfen jedoch „einzelne Wörter und kleinste Textausschnitte“ lizenzfrei nutzen. Google lehnt es kategorisch ab, für diese Textausschnitte („Snippets“) zu zahlen.