© Screenshot

Frankreich
02/02/2012

Google wegen Kartendienst Maps verurteilt

Ein französisches Gericht verurteilte das US-Internet-Unternehmen zur Zahlung von Schadensersatz und zu einer Geldstrafe wegen Wettbewerbsverzerrung, weil Google seinen Kartendienst Maps für Website-Betreiber kostenlos anbietet.

Die Entscheidung vom Vortag wurde am Mittwoch bekannt, als Google rechtliche Schritte gegen den Richterspruch ankündigte. Das Urteil sieht eine Entschädigung von 500.000 Euro und ein Bußgeld von 15.000 Euro wegen wettbewerbsverzerrender Praktiken durch Google Maps vor.

Das Gericht gab damit am Dienstag der Klage des französischen Konkurrenten Bottin Cartographes gegen Google statt,
in der dem Konzern vorgeworfen wurde, Betreibern von kommerziellen Websites seine Maps-Dienste kostenlos anzubieten und damit Wettbewerbsregeln zu verletzen.

Bottin Cartographes bietet ähnliche Dienste gegen Gebühr an und verdächtigt Google, mit Gratisangeboten Kunden binden und von diesen später ebenfalls Geld verlangen zu wollen.

Mehr zum Thema

  • OpenStreetMap als Herausforderer von Google
  • Google Maps ab sofort auch mit Gebäudeplänen
  • Google Maps: Gebühr bei massiver Nutzung