B2B
14.01.2016

GoPro kündigt sieben Prozent seiner Belegschaft

Der Actioncam-Hersteller GoPro hat seine Verkaufszahlen überschätzt und muss nun sieben Prozent seiner Belegschaft kündigen. Die Aktie fällt um bis zu 24 Prozentpunkte.

Im vierten Quartal 2015 schrieb GoPro einen Umsatz von 435 Millionen Dollar, während 511 Millionen Dollar erwartet wurden. Auch der Gesamtjahresumsatz des US-Actioncam-Herstellers bleibt laut einer Jahresbilanz-Vorschau mit 1,6 Milliarden Dollar unter den Erwartungen. Wie GoPro deshalb mitteilt, werden deshalb nun sieben Prozent der Belegschaft gekündigt.

Wie ReCode berichtet, sieht GoPro den Hauptgrund für das schlechte Abschneiden im verpatzten Start der Hero4 Session Actioncam (welche die futurezone bereits getestet hat) im Oktober 2015. Die Kamera wurde zunächst zu einem Preis von 399 Dollar verkauft, was sich als zu überteuert herausstellte. Der Preis wurde daraufhin um 100 Dollar auf 299 gesenkt, was der Kundschaft immer noch als zu hoch erschien. Daraufhin gab es nochmals eine Preisreduktion um 100 Dollar.

Laut Business Insider bezweifeln viele Marktanalysten, dass Actioncams eine massenhafte Verbreitung außerhalb des Spitzensports finden - eine Behauptung, die beim Besuch einer beliebigen Skipiste in Österreich unverständlich erscheint.