Bayern/ ARCHIV: Technischer Hinweis: Das Foto wurde mit einem Fisheye-Objektiv aufgenommen +++ Kunden warten vor dem Apple Store in Muenchen auf den Verkaufsstart des iPhone 5 (Foto vom 21.09.12). Apple stellt am Donnerstag (25.10.12) die aktuellen Quartalszahlen vor. (zu dapd-Text) Foto: Lukas Barth/dapd

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Grüne Elektronik
09/03/2014

Greenpeace: Apple weit umweltfreundlicher als Samsung

Die Umweltorganisation hat sich angesehen, wie sich internationale Elektronikhersteller in Bezug auf umweltfreundliche Produktion verbessern.

von Claudia Zettel

Greenpeace veröffentlicht regelmäßig Berichte zum Thema “Grüne Elektronik” und nimmt dabei im Wesentlichen 16 große, internationale Hersteller unter die Lupe. Nun ist ein neuer Report unter dem Titel “Green Gadgtes:. Designing the Future” erschienen, der sich damit befasst, wie sich diese 16 Elektronik-Konzerne in Sachen Umweltfreundlichkeit weiterentwickelt haben. Eines der Kernergebnisse: Apple hat seinen Konkurrenten Samsung in Hinblick auf umweltfreundliche Produktion inzwischen klar abgehängt.

“Vor allem beim Einsatz gefährlicher Chemikalien zeigt sich Apple mittlerweile vorbildlich”, sagt Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei Greenpeace, zur futurezone. Das Unternehmen zeige laut Greenpeace, dass es möglich sei, elektronische Geräte auch giftfrei zu produzieren. “Zudem versucht Apple, seinen hohen Energieverbrauch zu verringern”, so Kaller. Dennoch liege weiterhin ein langer Weg vor der Branche, bis Kunden tatsächlich grüne und nachhaltige Geräte kaufen könnten.

Der Greenpeace-Bericht analysiert neben dem Verzicht auf gefährliche Chemikalien und einer Reduzierung des Energieverbrauchs außerdem, ob insgesamt nachhaltige Materialien verwendet werden. Ein Ranking wurde, anders als etwa beim Cool IT-Bericht der Umweltschutzorganisation, diesmal nicht erstellt. “Wir haben uns hier drei verschiedene Sparten in der Elektronikbranche angeschaut, weshalb ein Gesamtvergleich schwierig wäre”, erklärt Kaller. Dennoch gebe es klare Positiv- wie Negativbeispiele. “Acer etwa ist uns sehr positiv aufgefallen, weil das Unternehmen in Taiwan sehr viel Lobbying für umweltfreundliche Elektronik betreibt”, so Kaller weiter.

Durchwachsene Entwicklung

Laut dem Bericht sind mehr als 50 Prozent des Handy-Marktes, der von Apple, Samsung und Nokia dominiert wird, inzwischen frei von den gefährlichsten Chemikalien. Dazu zählen etwa Polyvinylchlorid (PVC) sowie bromierte Flammschutzmittel. Apple sei bisher aber das einzige Unternehmen, das diese Chemikalien komplett aus der Produktion verbannt habe. Es gibt zudem eine Ankündigung seitens des US-Konzern, künftig auf weitere gefährliche Chemikalien verzichten zu wollen.

Bei Samsung sieht es hingegen eher düster aus. Trotz Versprechungen wurde der Verzicht auf diese Stoffe bisher nicht umgesetzt. Nur in der Telefonproduktion werden die Stoffe laut Greenpeace nicht mehr eingesetzt. Aber auch Dell, Microsoft und Amazon hätten mit ihren Bemühungen, nachhaltiger zu produzieren, enttäuscht. Laut Greenpeace wurden teils schwache Bekenntnisse abgegeben oder gar keine Informationen zum Produktionsprozess veröffentlicht.

Problem Billighersteller

Ein weiteres großes Problem ortet Greenpeace hinter Billigherstellern, die zunehmend in den Markt drängen. “Dazu zählen etwa Firmen wie Huawei oder Xiaomi. Diese unternehmen so g ut wie nichts in Hinblick auf umweltfreundliche Produktion”, sagt Kaller. Damit werde aufs Gesamte gesehen wieder kaputt gemacht, was andere Hersteller inzwischen an Bestrebungen umsetzen.

Auch der steigende Energiebedarf der Elektronikunternehmen sorgt für Probleme. Denn die Herstellung von Smartphones, Notebooks und Co erfordert viel Energie. Ein großer Anteil der Geräte wird in Ostasien produziert, wo hauptsächlich klimaschädliche Kohle als Energielieferant eingesetzt wird. Greenpeace fordert daher auch, dass die Hersteller auf erneuerbare Energien umsatteln. Lenovo und Huawei seien hier auf einem guten Weg, da sie Sonnenkollektoren nutzen würden, so Umweltschutzorganisation. Apple plant überhaupt, künftig einen Produktionsstandort mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben.

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