B2B
26.12.2017

iPhone-X-Verkaufszahlen machen Zulieferern Sorgen

Die Aktienkurse der asiatischen Apple-Zulieferer sinken nach Berichten über angeblich schwache Verkaufszahlen des iPhone X.

Die taiwanesische Wirtschaftszeitung "Economic Daily" schreibt unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Nachfrage nach Apples iPhone X geringer sei als erwartet. Apple werde seine Verkaufsprognose demnach für das erste Quartal 2018 von 50 auf 30 Millionen Stück senken, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters. Auch einige Analysten schreiben über enttäuschende Absatzzahlen. Die US-Beraterfirma JL Warren geht sogar von nur 25 Millionen Verkäufen für das erste Quartal aus.

Kritik am iPhone

Apple hat sich bislang nicht zu den globalen Verkaufszahlen geäußert. Kritiker bemängeln, dass das iPhone X zu teuer sei und dafür nicht genügend Innovationen liefere. Apple-Zulieferer wie Genius Electronic Optical Co Ltd verloren in den vergangenen Tagen an den Börsen. Auch Pegatron und Foxconn mussten zu Weihnachten zusehen, wie ihre Kurse fielen. In chinesischen sozialen Netzwerken ist das Interesse am neusten iPhone laut Reuters ebenfalls geringer als bei früheren Modellen.

Apple Boss Tim Cook sagte bei einer China-Reise diesen Monat, dass er hochzufrieden mit den Verkaufszahlen im Reich der Mitte sei. Einige Analysten sehen die Entwicklung allerdings auch positiv: Loop Capital aus Chicago hat die Prognose für das erste Quartal von 30 bis 35 Millionen verkauften Geräten auf 40 bis 45 Millionen angehoben. Apple-Aktien sind im vergangenen Jahr zwar um über 50 Prozent gestiegen, nach den Berichten über schwächelnde Absatzzahlen sank aber auch der Kurs der Apfelpapiere um 2,8 Prozent.