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B2B
07/01/2019

Japan enthält Korea wegen Weltkriegs-Streit Smartphone-Teile vor

Mangelhafte geschichtliche Aufarbeitung zwischen den zwei Staaten könnte u.a. die Herstellung flexibler Displays erschweren.

Im Februar hat das oberste südkoreanische Gericht beschlossen, dass japanische Firmen, die während des zweiten Weltkriegs koreanische Zwangsarbeiter eingesetzt haben, Kompansationszahlungen leisten müssen. Nun reagiert Japan mit einer Exportbeschränkung für bestimmte in der Technologiebranche benötigte Materialien auf diesen Schritt. Wie Nikkei berichtet, soll unter anderem spezielles Plastik für die Herstellung flexibler LCDs und OLEDs künftig nur mit Genehmigung nach Südkorea exportiert werden. Ebenfalls eingeschränkt wird der Handel mit Ätzmitteln, die in der Halbleiterherstellung benötigt werden.

Destruktiver Konflikt

Japan beharrt auf dem Standpunkt, dass Kompansationszahlungen aufgrund von Weltkriegsverbrechen mit einer Einigung im Jahre 1965 obsolet geworden sind, berichtet TechCrunch. Südkorea sieht das offensichtlich anders. Die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben sich aufgrund des Streits verschlechtert. Besitztümer japanischer Unternehmen wurden in Südkorea beschlagnahmt. Japan reagiert darauf mit der Beschränkung von Gütern, die Koreas Tech-Unternehmen - wie Samsung, LG oder SK Hynix - besonders treffen. Bei den betroffenen Materialien halten japanische Unternehmen rund 90 Prozent des Weltmarktanteils.