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05.08.2013

Jeff Bezos übernimmt Washington Post

Der Amazon-Chef und Gründer Jeff Bezos hat die Washington Post für 250 Millionen US-Dollar gekauft. Wie die Washington Post betont, habe Amazon nichts mit der Übernahme zu tun, Bezos habe die Tageszeitung mit seinem Privatvermögen gekauft.

Wie die Washington Post in einer Presseaussendung bekannt gibt, hat sie einen neuen Besitzer: den Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos. Bezos, der auf Platz 19 der Liste reichsten Männer der Welt steht, wird 250 Millionen US-Dollar in bar (keine Anleihen, Aktien oder ähnliches) für die Post zahlen. Die Übernahme beinhaltet alle Tageszeitungen und Websites der Washington Post, darunter Express Daily, The Gazette und die Southern Maryland Tageszeitung. Auch zwei Druckereien sind Teil der Übernahme: Robinson Terminal in Springfield und Comprint in Gaithersburg, die zahlreiche Militär-Publikationen druckt.

Wie die Washington Post betont, hat Amazon nichts mit der Übernahme zu tun. Bezos kauft die Tageszeitung mit seinem Privatvermögen. Die Übernahme wird voraussichtlich in 60 Tagen abgeschlossen sein. Bezos hat vergangene Woche Amazon-Aktien in der Höhe von 185 Millionen US-Dollar verkauft. Es ist wahrscheinlich, dass er diese Mittel liquide gemacht hat, um die Washington Post in bar zu übernehmen.

Bezos übernimmt die Post in einer schweren Stunde. Im ersten Halbjahr 2013 machte sie einen Verlust von 49,3 Millionen US-Dollar. Die Washington Post wurde vor 136 Jahren gegründet und ist die damit noch älteste, existierende Tageszeitung der USA. Sie gilt als Qualitäts-Tageszeitung, genießt einen ähnlich guten Ruf wie die New York Times und hat bisher 47 Pulitzer-Preise gewonnen.

1972 feierte die Tageszeitung durch die Aufdeckung der Watergate-Affäre einen ihrer größten Erfolge. 1981 folgte einer der bis dato größten Presseskandale. Janet Cooke musste ihren Pulitzer-Preis zurückgeben, nachdem sich herausstellte, dass ihre Reportage über den achtjährigen, Heroin-abhängigen Jimmy frei erfunden war.

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