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02.08.2012

Loewe dämmt Verluste ein

Der deutsche Unterhaltungselektronikhersteller konnte seinen Quartalsverlust auf 1,4 Millionen Euro reduzieren.

Der Fernseher-Hersteller Loewe hat dank der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens und einer neuen Modellreihe zur Fußballweltmeisterschaft seinen Verlust eingedämmt. Der Fehlbetrag habe sich im abgelaufenen Quartal binnen Jahresfrist um drei Viertel auf 1,4 Millionen Euro verringert, teilten die Oberfranken am Donnerstag mit. Der Umsatz sei im Frühjahr um drei Prozent auf 59 Millionen Euro gewachsen. Vor allem die Kauflust der Deutschen und der Schweizer hätten Loewe durch schlechte Zeiten in anderen Ländern geholfen. Der Umsatz abseits des Heimatmarkts sei im ersten Halbjahr um 13 Prozent geschrumpft, hieß es.

An der Prognose für das Gesamtjahr hielt Vorstandschef Oliver Seidl fest. Die Einnahmen sollen über dem Vorjahresniveau von 274,3 Millionen Euro liegen. Das Ergebnis soll besser ausfallen als der Vorjahresverlust von elf Millionen Euro.

Gute Erfahrungen mit Apple
Um sich eine breitere Kundschaft zu erschließen, will das Traditionsunternehmen seine Audio-Produkte künftig auch stärker über das Internet vertreiben, etwa über die Versandhändler Amazon und Otto. „Gerade dieses wichtige Teilsortiment wird im Internet stark nachgefragt und wir müssen unsere Kunden dort ansprechen, wo sie diese Produkte suchen. Im europaweiten Vertrieb über die Apple-Online-Stores haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht", erklärte Seidl.

Kein Vertrieb in China
Für sein TV-Kerngeschäft erwartet er eine positive Zukunft. „Auch wenn die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Teilen Europas vor allem das Loewe-Geschäft im Ausland belasten, bietet der Markt für großformatige LCD-TVs im Premiumsegment ab 1.500 Euro mittelfristig gute Chancen", hieß es. Die Kronacher hatten in den vergangenen Jahren stark mit dem anhaltenden Preisverfall auf dem Fernsehermarkt zu kämpfen. Nach langem Sträuben führte Loewe, deren Geräte ohne weiteres fünfstellige Summen kosten können, im Frühjahr eine günstigere Produktlinie ein. Zudem soll ein erweiterter Einkauf in China die Renditen des größten deutschen TV-Anbieters steigern. Vor einem Vertrieb seiner Geräte im Reich der Mitte scheut Loewe trotz monatelanger Sondierung bislang zurück.

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