Finanzen
04/26/2012

Logitech beendet Durststrecke

Gewinn im vierten Quartal 2011/12 gestiegen

Der Computerzubehör-Hersteller Logitech kann nach einer Reihe von Rückschlägen erstmals wieder mit guten Nachrichten aufwarten. Der Reingewinn kletterte dank anziehender Verkäufe in Europa und besserer Geschäfte mit höhermargigen Produkten im vierten Quartal 2011/12 auf 28 Millionen Dollar, wie Logitech am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf das schweizerisch-kalifornische Unternehmen die Erwartungen der Analysten um mehr als das doppelte. Im Vorjahr hatte der Hersteller von Computermäusen, Tastaturen und Webcams lediglich einen Gewinn von knapp drei Millionen Dollar ausgewiesen. Der leicht schwächere Umsatz von 532 Millionen Dollar übertraf ebenfalls die Erwartungen von durchschnittlich 520 Millionen Dollar. Die Logitech-Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem Kurssprung von fast 14 Prozent. Der europäische Technologie-Index tendierte 0,7 Prozent fester.

Unternehmen will 80 Millionen Dollar sparen
Neben Euro- und Wirtschaftskrise hatten Logitech zuletzt vor allem der Erfolg von Tablet-Computern wie dem iPad von Apple und Smartphones zu schaffen gemacht. Analysten zufolge ist Logitech bislang zu stark auf das Geschäft mit Zubehör für klassische PCs und Laptops ausgerichtet. Neben einer Reihe neuer Produkte, die größtenteils bereits im zweiten Quartal auf den Markt kommen dürften, soll nun eine Verschlankung der Konzernstruktur Logitech wieder auf die Erfolgsspur bringen. Insgesamt peilt das Unternehmen eine jährliche Kostenersparnis von 80 Millionen Dollar an. „Um wieder zu anhaltenden profitablen Wachstum zurückzukehren, müssen wir einfacher, schneller und mehr auf den Kunden ausgerichtet sein", sagte der neue Logitech-CEO Bracken Darrell, der sein Amt erst im März angetreten hatte. Details zu den Sparplänen blieb Darrell schuldig.

Für das laufende Geschäftsjahr gab Logitech keinen Ausblick. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 hatte das Unternehmen dreimal die Prognosen gesenkt und sich im Sommer von seinem erfolglosen Konzernchef Gerald Quindlen getrennt.