Geschäft
06/26/2011

MasterCard setzt auf kontaktloses Bezahlen

Kreditkartenanbieter: "Zahlungsverhalten ändert sich"

Der Kreditkartenanbieter MasterCard setzt auf das kontaktlose Bezahlen und wittert darin ein großes Geschäft. „Das Bezahlen mit einer Kontaktlos-Technologie wird das Zahlungsverhalten verändern“, sagte Luke Olbrich, Chef im Bereich Debitkarten bei MasterCard in Deutschland. „Das wird dazu führen, dass öfter mit Karte bezahlt wird. Auch bei kleineren Beträgen.“

Kräftiger Schub
Bei mehr als 320.000 Händlern weltweit können MasterCard-Kunden heute über das kontaktlose System „PayPass“ bezahlen. Derzeit ließen Kunden ihre Karten gerade bei kleineren Rechnungen oft stecken und griffen eher auf Bargeld zurück. Von dem berührungsfreien Bezahlen verspricht sich MasterCard jedoch einen kräftigen Schub. Bis zu einem Betrag von 25 Euro sei in der Regel keine weitere Autorisierung nötig. Bei höheren Summen werde zur Sicherheit eine Unterschrift oder eine PIN verlangt.

Die derzeit verbreiteten Plastikkarten blieben allerdings mindestens noch weitere fünf Jahre in Gebrauch, schätzt Olbrich. Die große Zahl von Terminals weltweit, die den Magnetstreifen benötigten, sei zu groß für eine schnellere Entwicklung. Aber viele Verbraucher seien schon bereit, ihren Zahlungsverkehr komplett auf ihr Smartphone umzustellen. „Der Konsument wird die Wahl haben. Uns ist egal, ob der Kunde per Mobiltelefon, Karte oder Armbanduhr bezahlt.“

Partnerschaft mit Google
Dass der Umbruch des Multi-Milliarden-Marktes Mobilfunk-Konzerne, Handy-Hersteller, Banken, Finanzdienstleister und Internet-Riesen wie Google zu Rivalen macht, sorgt Olbrich nicht: „Wie wir bezahlen, wird sich verändern. Aber es wird immer über Zahlungsverkehrsdienstleister wie uns abgewickelt werden.“ Das zeige die Zusammenarbeit von MasterCard mit Google und Citigroup bei „Google Wallet“.

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